Die kalten Wintertemperaturen haben Mittelfranken fest im Griff. Dächer und Parks sind vom Schnee weiß gepudert. Ein Wintertraum wie aus dem Bilderbuch. Doch am Dreikönigstag wollten Hartgesottene nicht auf den, sondern in den Altmühlsee.
Minus acht Grad zeigt das Thermometer am Feiertag am Ufer des Altmühlsees. Das Wasser hat eisige 0,2 Grad. Knapp über dem Gefrierpunkt. Für Bernd Hoyer ideale Bedingungen. Er hat die Gemeinschaft Eisbaden Bayern gegründet. Seit drei Jahren veranstaltet Bernd Hoyer am Altmühlsee ein Eisbaden-Event. Für ihn ist das eisige Bad kein Spaß, sondern hat einen ernsten Hintergrund. Wegen eines Autounfalls vor fast 40 Jahren lebt er mit Schmerzen.
Nicht nur Unfall-Opfern kann das Extrem-Hobby viele Vorteile bringen. Regelmäßiges Eisbaden soll Adrenalin, Endorphine und entzündungshemmendes körpereigenes Kortison freisetzen.
Das Dreikönigs-Baden ist ein besonderes Highlight im Eisbaden-Kalender – nicht nur für Bernd Hoyer. Er ist zwar der Organisator des Events, doch der Veranstalter ist der Zweckverband Altmühlsee.
Ursprünglich hatten sich 200 Menschen zum Eisbaden angemeldet. Letztlich sind es 230, die ins Wasser steigen. Unter der Beobachtung von vielen mehr. Und trotz der klirrenden Kälte im und außerhalb des Wassers kehren alle mit leuchtenden Augen zurück.
Das Event ist nun zwar vorbei, aber Eisbaden ist grundsätzlich das gesamte Jahr möglich. Die Eisbären von Eisbaden Bayern treffen sich wöchentlich immer sonntags am Altmühlsee.
Und auch das Dreikönigsbaden ist für das kommende Jahr wieder geplant. Wer dann mitmachen will, sollte sich ab Herbst darauf vorbereiten. Zuvor ist ein Kontroll-Check beim Arzt aber dringend notwendig.