Do., 21.05.2026 , 17:56 Uhr

Testbetrieb gestartet: Das Dokumentationszentrum öffnet seine Pforten

Sie sollte 50.000 Menschen Platz bieten und zum Symbol für nationalsozialistische Propaganda werden – die Kongresshalle in Nürnberg. 1935 begonnen wurde der Kolosseumsbau nie fertiggestellt. Um die Erinnerung an die Ideologie und die Verbrechen im Dritten Reich wachzuhalten hat 2001 dort das Dokumentationszentrum eröffnet. Seit 2020 befand sich die Dauerausstellung im Umbau und wurde durch ein Interim ersetzt. Jetzt geht die neue Ausstellung in eine Testphase bis November. 

Erinnerungskultur bewahren

Nürnberg – Stadt der Reichsparteitage. Seit 1927 veranstaltet die NSDAP regelmäßig ihre Treffen in der Noris. Sie werden zum Höhepunkt des ideologischen Wahns der Nationalsozialisten. Ihre Geschichte und ihre Bedeutung für die demokratische Gesellschaft will das Dokuzentrum in seiner neuen Dauerausstellung “Nürnberg und die Reichsparteitage” zeigen. Die geht jetzt in den Testbetrieb. Die neue Ausstellung ist größer als bisher und setzt stärker auf digitale Angebote und Inklusion. Mit den Fragen nach den Ursachen, den Verbrechen und den Lehren für die Gegenwart erzählt das Dokuzentrum mit 250 Objekten chronologisch die NS-Zeit in Nürnberg aber nicht nur.  

Einen Pfahl durch die NS-Ideologie treiben

2001 hat das Dokumentationszentrum eröffnet. Architekt Günther Domenig hat seinen 130 Meter langen Pfahl durch das Kolosseum gebaut. Damit wollte der Österreicher zeigen, wie Bildung den Wahn des Dritten Reiches durchbrechen kann. Diesen Charakter will die neue Ausstellung bewahren. Am 04. November wird das Dokumentationszentrum offiziell eröffnen. Bis dahin muss vor allem getestet werden, ob das Angebot dem Museumsalltag standhalten kann. Damit in Nürnberg die Aufarbeitung der Zeit der Reichsparteitage bestehen bleiben kann.  

 

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