An der S-Bahn-Station Feucht-Moosbach ist es am 21.12.25 zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein zwölfjähriges Mädchen war gemeinsam mit Freunden am Bahnhof, als sie versuchte, von außen auf einen anfahrenden Zug aufzuspringen. Dabei stürzte sie ins Gleisbett und wurde von einem Zug erfasst. Sie erlitt schwere Verletzungen und verstarb am Folgetag im Krankenhaus. Die Polizei weist darauf hin, dass das Besteigen von Zügen und das Betreten von Bahnanlagen mit erheblichen Gefahren verbunden ist.
Bahnhöfe wirken auf den ersten Blick offen und zugänglich – tatsächlich sind es aber gefährliche Verkehrsbereiche. Der tödliche Unfall an der S-Bahn-Station Feucht-Moosbach macht deutlich, welche lebensgefährlichen Folgen Train surfen haben kann. Und warum Prävention, Aufklärung und klare Regeln im Bahnbereich unverzichtbar sind.
Züge können sich nahezu lautlos nähern, der Sog vorbeifahrender Waggons kann Menschen mitreißen. Stromführende Oberleitungen stehen unter Hochspannung. Dazu kommen rutschige Bahnsteige, unübersichtliche Situationen und Zeitdruck im laufenden Betrieb. Gefahren, die sich nicht kontrollieren oder einschätzen lassen.
Viele Kinder und Jugendliche nutzen Zug oder S-Bahn auf dem Weg zum Unterricht oder nach Hause. Deshalb besuchen Schulklassen im Rahmen von Präventionsprogrammen auch gezielt Bahnhöfe – begleitet und unter Anleitung. Es geht darum, Sicherheit im Alltag zu vermitteln.
Von einem Trend kann dabei nicht gesprochen werden, denn eine Statistik zum Train-Surfen gibt es nicht. Jeder einzelne Vorfall sei jedoch einer zu viel – und genau deshalb bleibt das Thema für die Bundespolizei relevant.
Der tödliche Unfall an der S-Bahn-Station im Landkreis Nürnberger Land zeigt, wohin Train-Surfen führen kann – und warum es Prävention, Aufklärung und klare Regeln braucht.