Die Sonderausstellung „Tunnel“ des DB Museums Nürnberg zeigt die Entwicklung des Tunnelbaus von den ersten Eisenbahntunneln im 19. Jahrhundert bis hin zu heutigen Megaprojekten wie dem Fehmarnbelt-Tunnel, dem Gotthard-Basistunnel oder den Tunnelbauten für Stuttgart 21.
Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung des Tunnelbaus für die Mobilität, verschiedene Bauverfahren sowie die technische Entwicklung. Erst mit der Eisenbahn wurde der Tunnelbau im großen Stil notwendig, da neue Bahnstrecken Gebirge und hügelige Landschaften überwinden mussten. Während früher vor allem Handarbeit und Bergleute den Tunnelbau bestimmten, sorgen heute Beton als zentraler Baustoff und moderne Tunnelbohrmaschinen für deutlich effizientere Bauprozesse. Trotz des technischen Fortschritts ist der Tunnelbau bis heute unverzichtbar – insbesondere für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs und Bahnstrecken in Mittelgebirgsregionen.
Neben historischen Entwicklungen stellt die Ausstellung aktuelle Infrastrukturprojekte vor und erklärt anschaulich deren Bauweise. Interaktive Stationen vermitteln das Thema spielerisch und laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, selbst aktiv zu werden. So können sie unter anderem die Unterschiede zwischen Straße und Schiene kennenlernen, den Aufbau eines Tunnels erkunden oder nachvollziehen, wie Tunnel von zwei Seiten gleichzeitig vermessen und gebaut werden.
Rund zwei Jahre wurde an der Sonderausstellung gearbeitet. Sie ist seit Anfang Juli im DB Museum Nürnberg zu sehen und läuft bis Mitte 2028. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder und Jugendliche.