Das Theater Ansbach steht vor einer großen Sanierung. Ab September beginnt der Umbau des bisherigen Theatergebäudes. Besonders die Bereiche Brandschutz, Lüftung und technische Infrastruktur entsprechen nicht den aktuellen Anforderungen.
Für den Theaterbetrieb bedeutet das: Das Gebäude kann während der Arbeiten nicht wie gewohnt genutzt werden. Die Sanierung ist ein Millionenprojekt und bringt neben den baulichen Herausforderungen auch organisatorische Fragen mit sich. Denn der Spielbetrieb soll trotz der Bauarbeiten weitergehen.
Deshalb wurde nach einer passenden Übergangslösung gesucht. Entscheidend waren dabei mehrere Kriterien: Die Ausweichspielstätte muss ausreichend Platz bieten, technisch anpassbar sein und den Anforderungen eines Theaterbetriebs gerecht werden. Die Wahl fiel schließlich auf die Räume in der Eyberstraße 89. Die ehemaligen Tagungsräume werden derzeit umgebaut.
Bis zum geplanten Einzug am 1. September 2026 müssen noch zahlreiche Arbeiten erledigt werden. Unter anderem müssen Bühnenbereiche, Technik, Beleuchtung und Zuschauerbereiche an die Bedürfnisse des Theaters angepasst werden.
Die letzten zwei Jahren konnte nur noch hinter dem Eisernen Vorhang gespielt werden – mit rund 300 Zuschauenden weniger. In der neuen Ausweichspielstätte sollen dann 105 Besuchende Platz finden. Die erste Premiere am neuen Spielort ist für den 16. Oktober geplant. Bis der große Saal mit neuer Lüftung und modernem Brandschutz wieder genutzt werden kann, wird es nach aktuellem Stand bis zu drei Jahre oder länger dauern.