Zuerst treffe ich die drei der Bundesfreiwilligendienstlerinnen im Freilandmuseum. Sie kümmern sich gerade um die Schafe und Lämmer.
Lämmer kommen ohne Immunsystem auf die Welt. Deshalb ist es wichtig, dass sie innerhalb der ersten 6 Stunden die Milch der Mutter trinken. Die sogenannte Biestmilch.
Nicht mehr lange, dann dürfen die Lämmer mit dem, Rest der Herde raus auf die Wiese.
Draußen gibt es erstmal eine Protion Heu.
Das Freilandmuseum Bad Windsheim ist eines der größten Freilichtmuseen in Deutschland. Finanziert wird es durch den Bezirk Mittelfranken. Rund 80 Mitarbeiter und über 30 Ehrenamtliche sorgen für eine reibungslose Saison und besondere Ausstellungen. Eine von ihnen ist Karin Falkenberg. Die Leitung im Freilandmuseum Bad Windsheim.
Als erstes führt sie mich in die Ausstellung „Schäferei im Wandel”. Jahrhunderte lang war Franken Kerngebiet der Hüteschäferei. 1850 erreichte die Anzahl mit 2 Millionen Schafen den Höchststand. Weil die Schafhaltung immer unrentabler wurde, ging der Schafbestand in Franken Ende des 19. Jahrhunderts stark zurück.
Weiter geht es in einem Haus, in dem die meisten Möbel tatsächlich noch Originale sind.
Wie in einem extra Zimmer steht der Ofen des Hauses. Durch eine Klappe konnten mit dem Brotschieber Brote in den Ofen geschoben werden. Das Ofen vorheizen konnte bis zu 10 Stunden dauern. Dafür blieb der Ofen dann aber auch mindestens genau so lang warm.
Beim Gang durch die Häuser kann man in eine völlig andere Zeit abtauchen. Die wahrscheinlich meistgestellte Frage: Wie kommen die Häuser überhaupt ins Museum? Dazu soll es bald eine eigene Ausstellung geben.
Noch bis zum 24. Oktober hat das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim täglich von 9:00-18:00 Uhr geöffnet. Dann ist bis Dezember Nebensaison. Erwachsene kosten 9€, Kinder 6€. Kinder unter 6 sechs Jahren sind frei.