Er ist klein und kommt mit auf Ausflüge in die Pause und auch sonst überall hin, wo die Klasse hingeht: Der neue Telepräsenz-Roboter am Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Langenzenn. Der kleine Begleiter soll für Kinder mit längerer Erkrankung den Schulalltag ermöglichen.
Durch seine Beleuchtung kann außerdem der Schüler anzeigen, dass er sich meldet. Das Steuern beim ersten Test übernehmen heute Hannah und Soleya. Mit seinen Augen kann der kleine Schulkamerad zusätzlich noch weitere Emotionen wie Trauer und Freude ausdrücken. Die 9C des Gymnasiums durfte den Roboter als erstes testen und erleben. Für die Deutschlehrerin der Klasse war es ebenfalls der erste Unterricht, in dem der neue Stellvertreter für einen Schüler eingesprungen ist.
Der neue Schulhelfer hat 4.000€ gekostet und pro Jahr kommen noch 600€ Betriebskosten hinzu. Doch die Anschaffung wurde vom Landkreis Fürth und einer Kieferorthopädischen Praxis mit je 2.000€ unterstützt. Für die Zukunft erhofft sich Melanie Jarosch besonders eins: Das er besser angenommen wird als der Online-Unterricht. Im Landkreis Fürth ist der kleine Helfer nicht der erste. Aber ob er der letzte bleiben wird oder ob noch weitere Roboter in die Schulen einziehen werden, wird sich nach dem ausgiebigen Testeinsatz Einsatz in Langenzenn zeigen.