Ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Handwerksbetrieben – ohne Fachkräfte aus dem Ausland wäre nach aktuellen Zahlen der Arbeitsmarkt in Bayern kaum noch denkbar. Dem Freistaat werden bis 2035 voraussichtlich rund 290.000 Arbeitskräfte fehlen. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Ein Grund dafür: Viele aus der Babyboomer-Generation gehen aktuell in Rente. Wie die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in den Arbeitsmarkt in unserer Region gelingen kann, zeigt ein aktuelles Beispiel.
Fachkräfte aus dem Ausland sind längst ein fester Bestandteil des Arbeitsmarktes. Gerade in der Pflege wäre der Alltag ohne sie vielerorts kaum noch zu bewältigen. Laut Bundesagentur für Arbeit kommen 65 Prozent der Beschäftigten aus sogenannten Drittstaaten – also nicht aus der Europäischen Union. Aber nicht nur dort werden Fachkräfte aus dem Ausland dringend gebraucht. Das zeigt die Geschichte von Iryna Domets. Sie ist wegen des Krieges aus der Ukraine nach Deutschland geflohen.
Ihre Geschichte ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen mit internationaler Geschichte finden in der Region Arbeit und tragen dazu bei, offene Stellen zu besetzen. In Bayern arbeiten über eine Million Menschen aus dem Ausland. Das ist etwa ein Fünftel aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.
Die Herausforderungen bleiben dennoch groß. Sprachkurse, die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und ein möglichst schneller Einstieg in den Arbeitsmarkt gelten als entscheidende Voraussetzungen dafür, dass Integration gelingt.
Gleichzeitig sind sich die Beteiligten einig: Ohne Fachkräfte aus dem Ausland wird der Arbeitskräftemangel in vielen Branchen weiter zunehmen. Deshalb gewinnt erfolgreiche Integration für die Zukunft der Region immer mehr an Bedeutung. Iryna Domets hat ihren Weg in den Arbeitsmarkt geschafft. Jetzt berät sie andere Menschen auf ihrem Weg in den Nürnberger Arbeitsmarkt.