Heftige Unwetter haben am Dienstagabend weite Teile Mittelfrankens lahmgelegt. Innerhalb von nur fünf Stunden gingen bei der Feuerwehr rund 3.000 Notrufe ein – daraus entstanden etwa 1.100 Einsätze. Besonders betroffen waren Nürnberg, Fürth, Erlangen sowie die umliegenden Landkreise.
Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller sorgten für erhebliche Schäden. Mehrere Menschen wurden verletzt, im Nürnberger Reichswald traf ein umstürzender Baum einen Radfahrer schwer. Auch der Flughafen Nürnberg musste den Flugbetrieb wegen des Unwetters zeitweise einstellen. Auch der Bahnverkehr in der Region war auf einigen Strecken eingestellt. Bei Kalchreuth kollidierte ein Zug mit einem Baum. Nach einer ersten Gewitterzelle zog eine zweite von Erlangen nach Nürnberg und erwischte beispielsweise auch Boxdorf, wie ein Anwohner schildert.
Die Auswirkungen des Sturms warne auch heute noch spürbar: An einer Grundschule in Röthenbach an der Pegnitz fiel der Präsenzunterricht aus. Für Freitag werden neue Gewitter vorhergesagt.