Di., 16.06.2026 , 17:08 Uhr

Veranstalter stellt Betrieb ein: Lange Nacht der Wissenschaften vor dem Aus?

2003 lud sie zum ersten Mal ein, im vergangenen Jahr lockte die bereits zwölfte Ausgabe über 27.000 Begeisterte nach Nürnberg, Fürth und Erlangen. Die Lange Nacht der Wissenschaften war über Jahre hinweg für viele Menschen ein wichtiger Termin im Kalender. Doch nun steht der Einblick hinter die Kulissen der Forschung vor dem Aus. Der bisherige Veranstalter stellt seinen Geschäftsbetrieb nach mehr als zwei Jahrzehnten ein. Nun soll geprüft werden, ob und wie in Zukunft andere Veranstalter eines der größten Wissenschaftsevents der Region tragen können. 

Staunen, Tüfteln, Ausprobieren

Mit knapp 1.000 Programmpunkten zieht die lange Nacht der Wissenschaften Hobbyforschende jeden Alters regelmäßig in die Metropolregion Nürnberg. Doch jetzt verliert das Erfolgskonzept seinen bisherigen Veranstalter. Bereits gegen Ende Oktober wird die Kulturidee GmbH ihren Geschäftsbetrieb einstellen. Für die Geschäftsführerinnen Anna Gerkens und Nadine Ballenberger ist dies ein schwerer, aber notwendiger Schritt.

Noch ist unklar, ob die Firma verkauft oder liquidiert werden soll. Doch auch bei einer Übernahme können die bisherigen Projekte der Kulturidee nicht fortgeführt werden.

Suche nach Veranstalter läuft

Damit steht auch die Lange Nacht der Wissenschaften auf der Kippe. Die Partnerhochschulen sind bereits seit Pfingsten über den Verlust des Veranstalters informiert. Die Veranstaltung selbst haben sie aber noch nicht aufgegeben.

“Die Lange Nacht der Wissenschaften ist ein Aushängeschild für Forschung in der Metropolregion. […] Deshalb werden FAU, TH Nürnberg und UTN gemeinsam mit weiteren Partnern in den kommenden Wochen beraten, in welcher Form eine Fortführung des Formats möglich ist.”
Joachim Hornegger, FAU Erlangen-Nürnberg

Auch die Kulturidee würde sich über einen Fortbestand der Langen Nacht der Wissenschaften freuen. Anna Gerkens warnt aber auch vor den organisatorischen Hürden. Für alle Beteiligten gilt es nun einen neuen Veranstalter zu finden. Erst dann wird sich zeigen, ob der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auch weiterhin in diesem Rahmen möglich ist – vielleicht ja schon im nächsten Jahr. 

 

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