Klein, nervig und ein juckender Stich. Mücken sind in Deutschland nichts Neues, doch in den letzten Jahren hat sich eine neue Art breitgemacht. Die Tigermücke. Inzwischen verbreitet sie sich auch in Mittelfranken. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beobachtet im Monitoring seit rund vier Jahren die Verbreitung der Population – mit dem Einsatz von Mückenfallen. Im Labor wird anhand von körperlichen Merkmalen eine Artenbestimmung vorgenommen. Auf Krankheitserreger werden die Insekten beim LGL jedoch nicht getestet. Der Verbreitungsraum der Tigermücke liegt vor allem nah beim Menschen.
Die Tigermücke gilt zwar als bekannter Krankheitsträger, doch gilt dies nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen. Diese herrschen zum Beispiel in Asien. Deswegen kann die Parasitologin auch etwas beruhigen: Bis jetzt sind die registrierten Krankheitsfälle nur in Verbindung mit Reiserückkehrern aufgetreten.
Ob Mittelfranken dabei im bayerischen Vergleich ein Hotspot ist, ist nicht ganz genau zu bestimmen. Dies liegt besonders an der lückenhaften Datenlage. Doch wer selbst die Population der Tigermücke klein halten möchte, sollte besonders auf eines achten: die Brutstättenvermeidung. Tigermücken brüten gerne in kleinen Wasseransammlungen wie Vogeltränken oder Restwasser auf Blumenuntersetzern. Deswegen sollte man diese Wassersammlungen regelmäßig leeren. Das LGL wird im nächsten Jahr sein Mückenmonitoring fortsetzen. Außerdem werden auch weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Tigermückenpopulation geplant. So geht auch im kommenden Jahr der Kampf gegen die kleinen stechenden Insekten weiter. Doch durch den Klimawandel bleibt dies eine stetige Herausforderung.