Di., 16.12.2025 , 17:50 Uhr

Verbrenner-Aus gekippt: EU-Kommission reagiert auf massiven Druck der Autobranche

Der Klimawandel ist längst kein abstrakter Begriff mehr, sondern eine reale Bedrohung für uns alle. Bis 2050 könnten die Durchschnittstemperaturen in Deutschland um mehr als drei Grad ansteigen. Um dem entgegenzuwirken, hatte sich das EU-Parlament im Jahr 2022 darauf geeinigt, ab 2035 keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen. Doch nun scheint dieses Gesetz ins Wanken zu geraten. 

Autos, soweit das Auge reicht. Allein im Jahr 2024 wurden laut der Deutschen Umwelthilfe e.v in der Bundesrepublik rund 143 Millionen Tonnen CO₂ im Verkehrssektor ausgestoßen. Damit zählt Deutschland international zu den Ländern mit besonders hohen Emissionen. Um das zu senken, hatte die EU geplant, ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr zuzulassen. Heute hat die EU-Kommission das Verbrenner-Aus nun zurückgenommen. Damit muss die Autoindustrie bis 2035 nicht mehr vollständig, sondern nur noch zu 90 Prozent CO₂-emissionsfreie Neuwagen produzieren. 

Der neue Vorschlag ging vor allem von der Europäischen Volkspartei, kurz EVP, aus – der größten Fraktion im Europäischen Parlament. Die Bundesregierung hatte sich im November auf eine gemeinsame Position geeinigt, Bundeskanzler Merz hatte die EU-Kommission daraufhin in einem Brief gebeten, die Regulierung zum Verbrenner-Aus zu korrigieren. Die heutige Entscheidung – für einige Nürnbergerinnen und Nürnberger wohl die falsche. 

Mit der Entscheidung reagiert die EU-Kommission auf massiven Druck der Autobranche. Nun können auch weiterhin Hybrid- oder Benzinautos oder Elektrofahrzeuge mit Benzingenerator zugelassen werden. 

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