Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, kurz VGN, plant eine umfassende Reform seines Tarifsystems. Ab 2027 soll das Ticketsortiment deutlich verschlankt werden. Hintergrund sind die stark veränderten Fahrgastgewohnheiten seit der Corona-Pandemie und die Einführung des Deutschlandtickets. Künftig setzt der VGN vor allem auf drei Säulen: das Deutschlandticket, den eTarif „egon“ und ein kleines Angebot besonders nachgefragter Fahrkarten. Geplant ist unter anderem das Aus für 4er-Tickets, Streifenkarten und mehrere Zeitkarten wie die MobiCard. Einzelfahrkarten und Tagestickets bleiben erhalten. Langfristig soll der Vertrieb bis 2030 nahezu vollständig digital und grundsätzlich bargeldlos erfolgen.