Es ist ein Stück Nürnberger Industriegeschichte: Das Museum Industriekultur in Nürnberg. 1988 wurde es in einem ehemaligen Schrauben Werk aus dem 19. Jahrhundert eröffnet. Es zeigt, womit Nürnberg großgeworden ist. Seit der Schließung 2023 ist es still geworden. Aktuell wird noch saniert und das nicht nur im Museum, sondern auch an einem neuen Konzept.
Ich bin für viele Nürnberger ein Stück Kindheit. Bei mir im Museum Industriekultur roch es nach Öl, Maschinen ratterten – die Industriegeschichte wurde greifbar. Nach 30 Jahren erhalte ich eine umfassende Sanierung mit Brandschutz, Wärmedämmung, Photovoltaikanlagen und weiteren Umbauten. Nicht nur am Gebäude selbst wird geschraubt, auch meine beliebte Museumsstraße verändert sich.
Mit einem Augenzwinkern bekomme ich für eines der beliebtesten Hobbys einen Raum: Das Fitnessstudio. Damals wäre niemand auf die Idee gekommen nach der körperlich anstrengenden Arbeit allein Kraftsport zu machen. Ich baue meinen Einführungsraum komplett um. Aber keine Sorge die Motorräder bleiben erhalten, nur an anderer Stelle.
Nürnberg war schon damals ein wichtiger Standort für die Industrie. Einige Firmen haben mit der Zeit Nürnberg verlassen. Die Stadt profitiert trotzdem noch von der damaligen Zeit. Auch deshalb werden 16 Millionen Euro in mich und meine Sanierungsarbeiten investiert. Es klingt erstmal nach sehr viel Geld, ich weiß. Dafür ist es allerdings auch wichtig zu wissen, dass die Besucherzahlen in Museen steigen.
Noch bin ich eine Baustelle. Doch wo heute Bohrer brummen, sollen bald wieder Besucher staunen. Voraussichtlich werde ich: Das Museum Industriekultur im Frühjahr 2027 wieder öffnen.