In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind laut Medienberichten in der Region Saporischschja im Süden der Ukraine bei russischen Luftangriffen vier Menschen getötet und ein Kind verletzt worden. Nachrichten wie diese begegnen uns auch in Mittelfranken seit der Vollinvasion Russlands jeden Tag. Am 24. Februar hat sich dieses Ereignis zum vierten Mal gejährt. Deshalb sind in Deutschland Menschen auf die Straßen gegangen – auch in Nürnberg.
“Charkiw ist eine Heldenstadt”- Diesen Satz rufen die Demonstrantinnen und Demonstranten immer wieder. Seit der Vollinvasion Putins auf die gesamte Ukraine sind viele Menschen aus der zerbombten Stadt nach Deutschland geflohen – auch in Charkiws Partnerstadt Nürnberg.
Bei einer Demonstration in Nürnberg wollen sie am vierten Jahrestag des Kriegsbeginns an das Schicksal des Landes und seiner Menschen erinnern. Kateryna Plaksiy lebt schon seit acht Jahren in Deutschland. Große Teile ihrer Familie sind allerdings noch in Charkiw. Einer ihrer Brüder ist bereits gefallen, ein weiterer kämpft gerade an der Front. Kontakt zu ihren Verwandten hat sie regelmäßig.
Die Kundgebung am Kornmarkt ist eine von drei Veranstaltungen zum Jahrestag des Kriegsbeginns in der Nürnberger Altstadt. Insgesamt sind laut Polizei über 1000 Menschen auf die Straße gegangen.
“Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens!” beten Angehörige aller großen Religionen in den Lorenzer Pfarrhöfen gemeinsam. Seit vier Jahren organisiert Sabine Arnold dieses Gebet jeden Freitag. Außerdem leitet sie ein Projekt zur Integration von Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion.
So wollen die Menschen bei der Kundgebung und beim Gebet nicht nur an die Menschen aus Charkiw ein Zeichen der Solidarität und des Friedens senden.