Mi., 25.02.2026 , 16:31 Uhr

Vier Jahre nach Vollinvasion in der Ukraine: Nürnberg zeigt Solidarität

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind laut Medienberichten in der Region Saporischschja im Süden der Ukraine bei russischen Luftangriffen vier Menschen getötet und ein Kind verletzt worden. Nachrichten wie diese begegnen uns auch in Mittelfranken seit der Vollinvasion Russlands jeden Tag. Am 24. Februar hat sich dieses Ereignis zum vierten Mal gejährt. Deshalb sind in Deutschland Menschen auf die Straßen gegangen – auch in Nürnberg.  

“Charkiw ist eine Heldenstadt”- Diesen Satz rufen die Demonstrantinnen und Demonstranten immer wieder.  Seit der Vollinvasion Putins auf die gesamte Ukraine sind viele Menschen aus der zerbombten Stadt nach Deutschland geflohen – auch in Charkiws Partnerstadt Nürnberg.  

Bei einer Demonstration in Nürnberg wollen sie am vierten Jahrestag des Kriegsbeginns an das Schicksal des Landes und seiner Menschen erinnern. Kateryna Plaksiy lebt schon seit acht Jahren in Deutschland. Große Teile ihrer Familie sind allerdings noch in Charkiw. Einer ihrer Brüder ist bereits gefallen, ein weiterer kämpft gerade an der Front. Kontakt zu ihren Verwandten hat sie regelmäßig. 

Die Kundgebung am Kornmarkt ist eine von drei Veranstaltungen zum Jahrestag des Kriegsbeginns in der Nürnberger Altstadt. Insgesamt sind laut Polizei über 1000 Menschen auf die Straße gegangen.  

“Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens!” beten Angehörige aller großen Religionen in den Lorenzer Pfarrhöfen gemeinsam. Seit vier Jahren organisiert Sabine Arnold dieses Gebet jeden Freitag. Außerdem leitet sie ein Projekt zur Integration von Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion.  

So wollen die Menschen bei der Kundgebung und beim Gebet nicht nur an die Menschen aus Charkiw ein Zeichen der Solidarität und des Friedens senden.

Franken Franken Fernsehen Mittelfranken Nürnberg Solidarität Ukraine Vollinsvasion

Das könnte Dich auch interessieren

05.01.2026 00:33 Min Nach US-Angriff in Venezuela: Menschen in Bayern demonstrieren Am Wochenende gab es in Bayern mehrere Demonstrationen gegen die US-Militäraktion in Venezuela. Auch in Nürnberg haben sich am Samstag Abend rund 100 Menschen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz versammelt. Am Sonntag gab es auf der Straße der Menschenrechte eine Spontankundgebung unter dem Motto “Frieden und Freiheit für Venezuela” mit rund 180 Teilnehmenden. Organisiert hatte das Ganze der Deutsche Gewerkschaftsbund zusammen mit dem Friedensforum Nürnberg und 19.02.2026 00:39 Min Bahn-Tochter DB Cargo kündigt massiven Stellenabbau an: Auch Nürnberg betroffen Bei DB Cargo, der Gütersparte der Deutschen Bahn sollen deutschlandweit rund 6.200 Stellen gestrichen werden. Das kündigte Vorstandschef Bernhard Oswald jetzt an. Das Unternehmen schreibt hohe Verluste, soll aber mit Oswalds Plänen noch bis Ende des Jahres profitabel werden, sonst droht eine Zerschlagung. Der Stellenabbau ist dabei eine von vier zentralen Maßnahmen durch die rund eine Milliarde Euro eingespart werden 16.02.2026 00:39 Min Kommunalwahlen rücken näher: U18-Wahl und Versendung der Briefwahlunterlagen Am 16.02.2026 startet die U18-Wahl in Nürnberg. Bis zum 27. Februar können alle unter 18-jährigen – zumindest symbolisch – ihre Stimme für die Oberbürgermeisterwahl in Nürnberg abgeben. Auch über den Stadtrat wird mit einem vereinfachten System abgestimmt. Die Wahl dient dazu, Kindern und Jugendlichen Gehör zu verschaffen und wird vom Jugendbeteiligungsprojekt “laut!” organisiert. Weitere Infos zur U18–Wahl finden Sie auf der 09.02.2026 00:48 Min Nürnberg, München und Bayreuth betroffen: Erneuter Streik im öffentlichen Nahverkehr Erneuter Warnstreik in Bayern im öffentlichen Nahverkehr! Die Gewerkschaft Verdi hat für den 11. Februar zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, er beginnt um 4.00 Uhr und dauert 24 Stunden. Heißt: Am Mittwoch bleiben die drei U-Bahn-Linien und alle Straßenbahnlinien der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg stehen. Trotzdem gibt es ein Busangebot auf Basis des NightLiner-Netzes. 16 Linien fahren teils im 30-Minuten-Takt. Die Forderungen an die Arbeitgeberseite sind unter anderem: Knapp 670