Die ersten kommerziellen VR-Brillen gab es bereits in den 80ern. Aber erst seit einigen Jahren sind sie auch in vielen Haushalten zu finden. Nun finden sie ihren Weg aber auch in die Arbeitswelt: Am Flughafen Nürnberg sind sie jetzt Alltag. Denn mit ihnen trainieren Mitarbeitende, wie sie im Vorfeld mit Flugzeug und Co. umgehen müssen.
Es sieht zwar so aus – das hier ist aber kein Computerspiel. So trainieren die Mitarbeitenden für das Vorfeld des Nürnberger Flughafens. Mit VR-Brillen und Computerbildern können sie so Routinen lernen und sich für Ernstfälle vorbereiten. Unter der Brille steckt Erkan Catoglu.
Gerade übt er mit sogenannten Chocks – einer Art Bremsklötze. Die müssen unter die Flugzeugräder gelegt werden. Für Catoglu ist das aber kein Problem – denn er ist Trainer für die sogenannten Ramp Services. Die erledigen nahezu alle Arbeiten zwischen Landung und Start eines Flugzeuges. Und sie können virtuell üben.
Diese Erfahrungen können den Menschen die Angst vor dem ersten Einsatz direkt an den Flugzeugen nehmen.
Und auch wenn es virtuell ist, liege das Programm überraschend nah an der Wirklichkeit.
Eine Firma aus Köln hat das Programm für Flughäfen entwickelt. Üben können damit unterschiedliche Berufsfelder. So gibt es unter anderem Module zum Bewegen von Flugzeugen, zu dem Umgang mit Gepäck und zu den Handzeichen zwischen Lotsen und Flugbesatzung. Doch natürlich bleibt das Training nicht virtuell.
Denn die Mischung aus Praxis und virtuellen Übungen sorgt dafür, dass auf dem Vorfeld alles klappt.