Überall Stoffe und fertige Kleider auf der Stange oder an Puppen. Bei dem 19-jährigen Vincent Ploss sieht es aus wie in einer großen Modewerkstatt. Auf dem Dachboden seiner Eltern richtet er die letzten Stücke für seine zweite große Modenschau auf internationaler Bühne her. Der junge Designer kam schon recht früh aber eher zufällig dazu, Kleider zu entwerfen.
Seine erste Modeschau hat Vincent in seiner Heimat in Schwabach veranstaltet. Diese war für einen guten Zweck, aber auch eine Herausforderung, weil sie genau während seines Abiturs stattgefunden hat. Der Ruf nach New York folgt schnell und die Reaktionen im Bekanntenkreis bleiben nicht aus. Das Markenzeichen seiner Designs: der Totenschädel. Diesen hat er auch als Design für sein Abschlusskleid auf der New York Fashion Week gewählt. Mit einer speziellen Technik hat Vincent Ihn aufwendig auf dem Kleid in Szene gesetzt. Neben diesem sehr aufwendigem Kleid hat der 19-jährige auch eine komplette Haube aus Sicherheitsnadeln für ein Outfit entworfen. Aber der Look, den er am frühesten für die Modenschau geplant hatte, hat Vincent am meisten Stress gemacht. Es wurde erst kurz vor Abflug fertig.
Nach der Fashion Week in New York ging es für den jungen Designer schnell weiter: Eine Kooperation mit einer norwegischen Schmuckmarke folgte. Und auch die Zeitschrift Glamour veröffentlichte einen Beitrag über ihn. Aktuell plant er seine Haute Couture zur Miete anzubieten. Später möchte der junge Designer auch Alltagsmode verkaufen. Jetzt steht aber erstmal wieder Glamour und roter Teppich an: Für Vincent gehts zur Fashion Week nach Paris.