So oder so ähnlich könnte die neue Heimat für den 1. FC Nürnberg aussehen. 150 mögliche Varianten hat es gegeben. Jetzt haben sich die Stadt und der Club auf ein Vorzugsmodell geeinigt. So soll zum Beispiel das Stadion 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bieten. Damit will die Stadt allen FIFA- und UEFA-Ansprüchen genügen. Dazu braucht es mindestens 40.000 Sitzplätze.
Die Stadt will damit zum Beispiel bei der Vergabe einer WM oder EM dabei sein. Dazu soll das neue Stadion ein Wohlfühlort für Heim- und Auswärtsfans werden, so Finanzvorstand Stefan Heim. Die Finanzierungslücke will der Verein mit Hilfe der Fans schließen. Ob das reichen wird, ließ Heim offen. Aber auch die Stadt muss mit einer angespannten Haushaltslage umgehen. Die Kosten werden derzeit auf knapp 300 Millionen Euro geschätzt. Sie sollen in dem von der Stadt gesteckten Rahmen bleiben.
Das historische Achteck soll erhalten bleiben. In die Mantelbebauung soll ein Sport-Innovations-Campus, Büros und ein Museum einziehen. Ein Parkhaus wird es stattdessen nicht geben. Außerdem bleibt die Frage der Interimsspielstätte weiter offen. Ein kompletter Abriss wäre zwar die wirtschaftlich beste Lösung. Doch dann bleibt die Frage: Wo kann der 1. FCN seine Spiele austragen. In Nürnberg wird das schwierig.
Am 22. Juli soll nun der Stadtrat über die gewählte Variante entscheiden. Bis Dezember will die Stadt einen Totalübernehmer gefunden haben. Damit aus der gewählten Vorzugslösung die neue Club-Heimat werden kann.