Die Bilder aus Spanien und Südfrankreich gehen um die Welt. Waldbrände, die bis an Stadtgrenzen wie in Bordeaux reichen. Europa ist aktuell der Kontinent, der sich weltweit am stärksten erhitzt. Auch hier in Mittelfranken herrscht aktuell wieder eine enorme Hitzewelle. Die Trockenheit steigert das Risiko für Waldbrände, wie im vergangenen Jahr im Tennenloher Forst. Doch wie gut ist Deutschland auf den Katastrophenfall vorbereitet?
Die Meldungen, dass mal wieder Beobachtungsflüge unternommen werden, gehören in den Sommermonaten inzwischen zum Alltag. Hitzewellen und Dürreperioden treiben das Risiko für sogenannte Vegetationsbrände in die Höhe. Die Lage aktuell ist angespannt. In Mittelfranken, aber auch in ganz Deutschland, besteht eine sehr hohe Waldbrandgefahr.
Grundsätzlich sieht Peter Brandmann Deutschland im akuten Brandfall mit seinen 114 Berufsfeuerwehren und über eine Million Freiwilligen Feuerwehrleuten gut gerüstet.
Ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr zeigt aber: Im Bereich der Prävention hat Deutschland und besonders Mittelfranken Nachholbedarf. Beim Vegetationsbrand im Tennenloher Forst konnte die Feuerwehr den Wald aufgrund von Munitionsresten nicht betreten.
Doch nicht nur die entsprechenden Leitstellen sind gefragt: Auch Bürgerinnen und Bürger können bei der Verhinderung von Waldbränden helfen.
Falls Spaziergänger doch ein Glutnest, Rauchentwicklung oder gar Flammen entdecken, heißt es: Sofort den Notruf 112 wählen. Generell gilt:
Eine Entspannung der Risikolage ist in den kommenden Tagen und Wochen nicht abzusehen. Es bleibt weiter heiß und einzelne Niederschläge sind lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Und so bleiben Beobachtungsflüge wie am vergangenen Wochenende vorerst wohl weiter Alltag.