Es ist wieder Leben auf die Weinberge eingezogen. Denn in Mittelfranken läuft derzeit die Weinlese. So auch in Ipsheim bei Bad Windsheim. Hier warten unzählige Reben unterhalb der Burg darauf, von der Last der Trauben befreit zu werden. Es geht früh los für Bernd Hofmann. Mit Sack und Pack fährt er in die Weinberge hoch über Ipsheim. Heute will er dort zusammen mit Familie und Saisonkräften Trauben für den Rotwein lesen.
Mit geschickten Händen greifen die Helfer nach den Trauben. Ein kurzer Schnitt, dann geht es in den Eimer. Und das mehrere hundert Male am Tag. Mehr als die Hälfte der Lese ist für dieses Jahr schon geschafft. Hofmann ist einigermaßen zufrieden, trotz Hitzesommer.
Doch der Weinbau insgesamt steuert auf schwierige Zeiten zu. Die Kosten für Maschinen, Personal und Co. sind gestiegen. Aber auch nicht zuletzt ist das Interesse an alkoholischen Getränken zurückgegangen. Für Hofmann ist das aber kein Grund, aufzugeben.
Mittlerweile sind die gelesenen Trauben im Weingut angekommen. Nun müssen sie entrappt werden. Das heißt: Von den Stielen befreit werden. Dafür verwendet der Winzer eine spezielle Vorrichtung.
Damit ist der Weg der Weinverarbeitung aber noch lange nicht vorbei.