Acht Spiele ohne Sieg: Die Nürnberg Falcons kommen einfach nicht raus aus ihrer Negativserie. Am Samstag folgte der nächste Rückschlag – ein 73:79 in der eigenen Halle gegen die Uni Baskets Münster, den Tabellenletzten. Wieder bleibt der erhoffte Befreiungsschlag aus. Wieder geben die Nürnberger eine verdiente Führung aus der Hand und schaffen es nicht, über die gesamten 40 Minuten die Kontrolle zu behalten.
Die Partie beginnt zerfahren, auf beiden Seiten schleichen sich viele Fehler ein. Doch dann setzen sich die Falcons zunächst ab und gehen mit einem komfortablen Vorsprung von zwölf Punkten in die erste Pause. Im weiteren Spielverlauf bricht das Team jedoch ein und verliert zunehmend den Zugriff auf die Partie.
Auffällig ist am Ende auch die Freiwurfverteilung: Während Nürnberg nur zwölf Würfe von der Linie bekommt, sind es bei Münster ganze 32. Ein Faktor, der den Spielverlauf zusätzlich beeinflusst.
Vor allem aber fehlt den Falcons aktuell ein klarer Führungsspieler – jemand, der in engen Situationen Ruhe bewahrt und Verantwortung übernimmt. Der eigentliche Anführer, Julius Wolf, fehlt seit Februar. Seitdem wartet Nürnberg auf einen Sieg.
Viel Zeit bleibt nicht mehr, um die Wende zu schaffen. Als nächstes wartet mit Paderborn der kommende Gegner. Das Hinspiel konnten die Falcons noch für sich entscheiden. Danach stehen nur noch fünf Spiele in dieser Saison an. Die Playoff-Hoffnungen sind inzwischen abgehakt – jetzt geht es vor allem darum, die Negativserie zu beenden und die Spielzeit ordentlich zu Ende zu bringen.