30 Beschäftigte, über 60 Jahre Firmengeschichte, ein klassisches Familienunternehmen – in Sachen Fahrrad ist „Zweirad Gruber“ aus Gunzenhausen eine Institution. Erika Gruber hat den Laden zusammen mit ihrem Mann groß gemacht. Sie erklärt, wie schwierig die letzten Jahre waren.
Der IHK-Konjunkturklimaindex ist im Herbst weiterhin niedrig. Viele Unternehmen blicken skeptisch in die Zukunft. Hohe Kosten sorgen für Preissteigerungen. Kunden sind daher eher zurückhaltend, so der Bericht. Diese Herausforderungen waren auch Thema beim Kammergespräch der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Denn hier werden die aktuellen Herausforderungen der mittelfränkischen Wirtschaft diskutiert. Als Ehrengast hält der bayerische Ministerpräsident Markus Söder eine Rede. Er warnt vor politischen Extremen. Und er thematisiert die hohen Energiepreise, die derzeit auch der Wirtschaft zu schaffen machen.
Auch eine überbordende Bürokratie wird kritisiert. Sie bremst an Stellen, an denen es auf Geschwindigkeit ankomme, so Söder.
IHK-Präsident Armin Zitzmann geht in seiner Ansprache auch auf Fachkräfte ein. Nur mit ihnen ist die Wirtschaft auf lange Sicht zu sichern. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist sich dem Problem bewusst – und bietet Lösungen.
Ein neu gegründetes Work and Stay-Center soll helfen, ausländische Fachkräfte in Mittelfranken zu halten. Für wirtschaftlichen Erfolg brauche es aber auch ein positives Verhältnis zum eigenen Schaffen und zum Unternehmen. Mehr Optimismus wird uns die Zukunft erleichtern, meint Armin Zitzmann.
Ähnlich sieht das auch Erika Gruber in Gunzenhausen. Aus ihrer Sicht müssen die Menschen freiwillig wieder mehr leisten wollen – so wie auch schon ihr Vater.
Bei Zweirad Gruber leisten sie und ihr Team viel. Bis zu 3000 Räder repariert die Werkstatt im Jahr. Das wird auch manchmal stressig – und dennoch brennen die Angestellten für ihren Job. Und genau das trägt das Unternehmen auch durch schwierige wirtschaftliche Zeiten.