Do., 05.02.2026 , 17:19 Uhr

Wohnung statt Zwinger: Wo gerettete Katzen wirklich ankommen

In Deutschland sind nahezu alle Tierheime überlastet. Defekte Heizungen, undichte Dächer und vor allem Personalmangel setzen den Einrichtungen stark zu – und darunter leiden vor allem die Tiere. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 130.000 Katzen in Tierheimen untergebracht. Laut Tagesspiegel steigt diese Zahl jährlich. Doch es geht auch anders: das Katzenstübchen in Fürth. Hier leben die Vierbeiner nicht in Zwingern, sondern in einer Wohnung im dritten Stock – betreut werden die Katzen von unter anderem Margitta Frenzel.   

Dieses neugierige Kerlchen ist Woodie. Er ist 13 Jahre alt und lebt mit rund 30 anderen Katzen im Katzenstübchen in Fürth. Gerettet wurde er im Alter von nur einem Jahr aus einer völlig verwahrlosten Wohnung.   

Seit über 30 Jahren nimmt Margitta Frenzel Katzen von der Straße und aus schlechten Haltungsbedingungen auf. Finanziert wird das Katzenstübchen ausschließlich durch Spenden. Anders als in klassischen Tierheimen bekommen die Tiere hier das Gefühl eines echten Zuhauses. Doch der Alltag ist arbeitsintensiv.  

Unterstützt wird Margitta Frenzel von 25 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Sie teilen sich die Schichten, kümmern sich um Pflege, Fütterung und schenken den Katzen Aufmerksamkeit. Zusätzlich stehen wöchentliche Tierarztbesuche an – rund 80 Prozent der Neuzugänge sind nicht kastriert. Ein solches Katzenheim zu führen, ist allerdings nicht für jeden möglich.   

Über 80 Prozent der Katzen werden später vermittelt. Dabei wird genau hingeschaut: Die Wohnung der zukünftigen Halter muss mindestens 50 Quadratmeter groß sein, außerdem müssen die finanziellen Mittel für die Versorgung einer Katze vorhanden sein. Für Woodie jedoch ist das Katzenstübchen längst sein Zuhause geworden. Er hat sich so gut eingelebt, dass eine Vermittlung für ihn nicht mehr infrage kommt. 

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