Do., 25.06.2026 , 14:55 Uhr

Zahl der Badetoten steigt: DLRG warnt vor Leichtsinn

Die Sehnsucht nach dem kühlen Nass in Seen und Flüssen steigt. Doch wo Baden rechtlich erlaubt ist, ist es nicht automatisch sicher. Die Wasserschutzpolizei Nürnberg stellt klar, dass etwa das Abkühlen im Main-Donau-Kanal prinzipiell erlaubt ist. In den Stadtgebieten Nürnberg und Fürth sowie Bereich von Brücken und Schleusen bleibt das Baden jedoch verboten. Nicht ohne Grund, denn die Zahl der Badetoten ist in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Polizei und DLRG warnen davor, Gefahren im Wasser zu unterschätzen. 

eigene Kräfte werden oft falsch wahrgenommen

Sommer, Sonne, Temperaturen an die 40 Grad. Für viele gibt es da kaum etwas Schöneres als eine Abkühlung im See, Fluss oder Freibad. Doch so ein Badeausflug birgt auch Gefahren, die von den Besuchenden oft nicht wahrgenommen werden. 

84 Menschen sind in Bayern vergangenes Jahr bei Badeunfällen tödlich verunglückt – Personen, die infolge von Unfällen verstarben, zählen dabei nicht in die Statistik. Vor allem drei Gruppen sind stark gefährdet. 

Männer verunfallen häufiger als Frauen

In den vergangenen zwei Wochen sind in Bayern mindestens acht Menschen in Seen, Flüssen und Bädern ums Leben gekommen. Auffällig ist: Die meisten Opfer sind Männer unter 30. 

Die DLRG empfiehlt grundsätzlich jedem, Badeorte nur mit Begleitpersonen aufzusuchen und bei Gefahrensituationen umgehend Hilfe anzufordern. 

Aus wenigen unbedachten Sekunden kann schnell ein lebensgefährlicher Notfall werden. Umso wichtiger ist es, Warnhinweise ernst zu nehmen und die eigenen Grenzen realistisch einzuschätzen. Denn die beste Rettung ist die, die erst gar nicht nötig wird. 

Baden Badesee Badeunfall DLRG Fluss Franken Franken Fernsehen Freibad Gefahr Hilfe Männer Mittelfranken Nürnberg Rettung Schwimmen Stand Up Paddling Unfall Wasser Wasserrettung

Das könnte Dich auch interessieren

05.08.2026 02:19 Min Blaualgen im Nürnberger Langsee: Naturbad kämpft um seine Existenz Mit den steigenden Temperaturen gibt es für viele kaum etwas Schöneres als eine Abkühlung im Freibad. Doch Naturbäder geraten seit einigen Wochen an ihre Grenzen. Hohe Temperaturen und viele Badegäste haben die Wasserqualität inzwischen stark belastet. Besonders deutlich zeigt sich das im Langseebad in Nürnberg, das seine Eingänge Anfang Juli schließen musste. Eine baldige Wiedereröffnung 16.06.2026 00:30 Min Schwimmabzeichen-Tage gestartet: DLRG wirbt für mehr Schwimmsicherheit Mit den Schwimmabzeichen-Tagen wirbt die DLRG derzeit bundesweit für mehr Sicherheit im Wasser. Noch bis zum 21. Juni können Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedene Schwimmabzeichen ablegen. Die Aktion soll dazu beitragen, die Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung zu stärken. Gerade bei Kindern gebe es weiterhin Nachholbedarf. Hintergrund: In Bayern ist die Zahl der Badetoten zuletzt gestiegen, weshalb Schwimmausbildung 29.09.2025 00:43 Min Ungeklärtes Fischsterben: Langwassersee vorerst gesperrt Nach einem Fischsterben am Langwassersee in Nürnberg rät die Stadt seit Samstag vorerst vom Baden im See und vom Kontakt mit dem Wasser ab – auch Hunde sollten ferngehalten werden. Am Samstagnachmittag war die Feuerwehr alarmiert worden, nachdem Passanten auffällige Schaumbildung auf dem See entdeckt hatten. Der Schaum hat sich vom Einlauf des Langwasserbachs bis über ein Drittel 07.08.2026 02:46 Min Niedrigwasser in Franken: Schiffsverkehr im Main-Donau-Kanal geht zurück Nach dem Krisentreffen zwischen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und der Schifffahrtsbranche ist klar: Das anhaltende Niedrigwasser bringt den Schiffsverkehr auf Deutschlands Flüssen zunehmend in Bedrängnis. Der Güterverkehr soll nun vermehrt auf Züge und LKW verlagert werden, auch die Aufhebung des Fahrverbots für LKW an Sonn- und Feiertagen steht als Notlösung im Raum. In Mittelfranken sind diese Auswirkungen zwar weniger sichtbar. Mit dem Main-Donau-Kanal verfügt die Region aber