Die Sehnsucht nach dem kühlen Nass in Seen und Flüssen steigt. Doch wo Baden rechtlich erlaubt ist, ist es nicht automatisch sicher. Die Wasserschutzpolizei Nürnberg stellt klar, dass etwa das Abkühlen im Main-Donau-Kanal prinzipiell erlaubt ist. In den Stadtgebieten Nürnberg und Fürth sowie Bereich von Brücken und Schleusen bleibt das Baden jedoch verboten. Nicht ohne Grund, denn die Zahl der Badetoten ist in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Polizei und DLRG warnen davor, Gefahren im Wasser zu unterschätzen.
eigene Kräfte werden oft falsch wahrgenommen
Sommer, Sonne, Temperaturen an die 40 Grad. Für viele gibt es da kaum etwas Schöneres als eine Abkühlung im See, Fluss oder Freibad. Doch so ein Badeausflug birgt auch Gefahren, die von den Besuchenden oft nicht wahrgenommen werden.
84 Menschen sind in Bayern vergangenes Jahr bei Badeunfällen tödlich verunglückt – Personen, die infolge von Unfällen verstarben, zählen dabei nicht in die Statistik. Vor allem drei Gruppen sind stark gefährdet.
Männer verunfallen häufiger als Frauen
In den vergangenen zwei Wochen sind in Bayern mindestens acht Menschen in Seen, Flüssen und Bädern ums Leben gekommen. Auffällig ist: Die meisten Opfer sind Männer unter 30.
Die DLRG empfiehlt grundsätzlich jedem, Badeorte nur mit Begleitpersonen aufzusuchen und bei Gefahrensituationen umgehend Hilfe anzufordern.
Aus wenigen unbedachten Sekunden kann schnell ein lebensgefährlicher Notfall werden. Umso wichtiger ist es, Warnhinweise ernst zu nehmen und die eigenen Grenzen realistisch einzuschätzen. Denn die beste Rettung ist die, die erst gar nicht nötig wird.