Schon um 10:00 Uhr hat es an diesem Morgen im Erlanger Aischgrund fast 30 Grad. Aufgrund der Hitze besteht auch in der Karpfenzucht Handlungsbedarf und das, obwohl der Karpfen im Gegensatz zu anderen Fischen ein robuster Warmwasserfisch ist.
Und zu wenig Sauerstoff wäre für die Fische von Peter Oberle das Todesurteil.
Die Teiche von Peter Oberle haben eine Wassertemperatur von etwa 25 Grad. Auf 100 Hektar Teichfläche züchtet der Familienbetrieb vor allem Karpfen. Wenn aufgrund von Hitze weniger Wasser im Teich ist oder das Wasser eine höhere Temperatur hat, vertragen das die Fische gut. Die Gefahr liegt einzig am Sauerstoffmangel.
Und dann gibt es noch andere Lebewesen, die Sauerstoff benötigen. Je mehr Sonne der Teich abbekommt, desto schneller wachsen Algen.
In den Teichen von Peter Oberle sind wegen der Hitze noch keine Fische verendet. Doch was die Hitze am Ende für den bayerischen Karpfenpreis bedeutet, lässt sich noch nicht sagen. Denn entscheidend ist, wie die Karpfenbestände insgesamt durch den Sommer kommen. Bis zur Ernte Anfang September bleibt also noch Zeit. Für alle Karpfenzüchter ist jetzt erstmal das Ziel, dass die Fische mit ausreichend Sauerstoff den Sommer überstehen.