Leere Läden, wechselnde Pop-Up-Stores und große Baustellen – viele Innenstädte stehen aktuell vor einem massiven Wandel. Gleichzeitig investieren Bund und Länder zum Beispiel mit der Städtebauförderung Millionenbeträge in die Zukunft der Zentren, um Innenstädte attraktiver und lebendiger zu machen. Das waren im Jahr 2025 mehr als 315 Millionen Euro für Bayerns Kommunen. Auch Nürnberg setzt jetzt weiter auf Fördermittel und neue Konzepte.
Mal zieht IKEA ein, mal ein Wissensmuseum, eine Ausstellung oder ein temporärer Store. Mit kreativen Zwischennutzungen sollen leerstehende Flächen belebt werden. Denn auch wenn die Leerstandsquote laut Stadt vergleichsweise niedrig ist und in manchen Straßen sogar bei nahezu null liegt – fallen den Nürnbergerinnen und Nürnbergern leere Läden im Stadtbild auf.
Eine Lösung der Stadt: Pop Up Stores. Doch hinter den kurzfristigen Konzepten steht eine viel größere Frage: Wie sieht die Zukunft der Nürnberger Innenstadt eigentlich langfristig aus?
Leerstände, Onlinehandel und der Wandel der Innenstädte stellen auch Nürnberg vor Herausforderungen. Jetzt wird außerdem die komplette „Altstadt-Mitte“ zum offiziellen Sanierungsgebiet. So kann Nürnberg Fördermittel beantragen und Projekte zur Umgestaltung anstoßen – etwa für attraktivere Plätze oder eben neue Nutzungskonzepte.
Besonders beim ehemaligen Kaufhof oder dem City Point gibt es aber noch Fragezeichen. Klar ist inzwischen: konkrete Vertragsfragen rund um Kaufhof und City Point sollen zum Jahreswechsel geklärt werden. Bis zur langfristigen Lösung sollen dort aber weiter Pop-Up-Konzepte und Zwischennutzungen einziehen.
Die Tendenz geht aber eher in Richtung Langfristiges, statt ständiger Popups, zumindest wenn es nach den heute befragten Bürgerinnen und Bürgern geht. Insgesamt wird das Thema „Innenstadt“ für die Stadt also erstmal eine große Baustelle bleiben, damit irgendwann aus Zwischennutzungen Dauerlösungen werden.