Mo., 18.05.2026 , 11:28 Uhr

Mehrere Verletzte bei Chemieunfall: Großeinsatz in Nürnberg

+++ Update +++

Wie die Polizei mitteilte, wurde damit begonnen, vor Ort Spuren zu sichern und Proben zu nehmen. Ein Labor soll herausfinden, um welchen Stoff es sich bei der ausgetretenen Chemikalie handelt. Auch der Sachschaden müsse noch ermittelt werden. (Quelle: dpa)


Nach dem Chemieunfall in einer Nürnberger Firma ist ein schwerverletzter Mitarbeiter im Krankenhaus verstorben. Laut dpa ging die Polizei noch am Abend davon aus, dass sechs weitere Menschen Verletzungen der Atemwege erlitten. Der tote Mitarbeiter und ein Kollege hatten noch am Unfallort das Bewusstsein verloren.

Das Bayerische Rote Kreuz sprach sogar von 30 Verletzten und 17 Menschen, die zur weiteren Behandlung und Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden sind.

Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen. Außerdem waren etwa 50 Kräfte des Rettungsdienstes und mehrere Polizisten beteiligt. Insgesamt holten die Retter etwa 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebs aus dem Gebäude.

Die Kripo Nürnberg leitete Ermittlungen ein, allerdings konnten die Beamten das Gebäude zunächst nicht betreten. Insofern ist unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte und ob der Stoff aus einer defekten Maschine oder Anlage austrat oder ob ein Mensch beteiligt war.

 


Im Nürnberger Nordosten hat ein schwerer Chemieunfall am Freitagmittag (15.05.2026) einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Das hat die dpa nun bestätigt.

Bei dem Chemikalienaustritt wurden sieben Menschen verletzt, zwei davon schwer. Der Vorfall ereignete sich wohl gegen 11.30 Uhr in einem Industrieunternehmen in der Thurn-und-Taxis-Straße im Gewerbegebiet Nordost. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, handelt es sich um eine Firma, die routinemäßig mit Chemikalien arbeitet. Die Berufsfeuerwehr rückte mit einem Großaufgebot sowie einem speziellen Gefahrstoff-Trupp an. Derzeit sind laut Feuerwehr insgesamt etwa 100 Rettungskräfte vor Ort.

Das betroffene Betriebsgelände wurde nach dem Unfall evakuiert. Zahlreiche Mitarbeitende wurden medizinisch untersucht und psychologisch betreut. Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Zur Ursache des Chemieunfalls machten die Behörden noch keine Angaben. Laut Feuerwehr bestand für Anwohnerinnen und Anwohner zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr – die freigesetzten Stoffe seien innerhalb des Gebäudes geblieben.

 

 

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