Fr., 28.02.2014 , 12:16 Uhr

Menschenrechtspreisträgerin Nabagesera droht Gefängnis

Uganda/Nürnberg – Der Menschenrechtspreisträgerin Kasha J. Nabagesera droht eine Gefängnisstrafe. Grund dafür: Die Aktivistin steht auf Ugandas Liste der „Top 200 Homosexuellen“.

 

In Uganda hat sich die Lage der Homosexuellen verschärft. Am 24. Februar hat Uganda das Anti-Homosexuellen-Gesetz unterzeichnet. Seitdem werden Homosexuelle verfolgt. Im schlimmsten Fall droht ihnen sogar lebenslange Haft. Außerdem hat ein Boulevardmagazin eine Liste der „Top 200 Homosexuellen“ veröffentlicht und diese mutmaßlichen Homosexuellen angeprangert, unter anderem auch Kasha J. Nabagesera. Sie wurde im vergangenen September in Nürnberg für ihren mutigen Einsatz für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen in Uganda mit dem Menschenrechtspreis geehrt.

 

Oberbürgermeister Maly meldet sich zu Wort

Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Ulrich Maly hat bereits den Botschafter von Uganda kontaktiert. Maly hat dabei die Unterzeichnung des Anti-Homosexuellen-Gesetztes stark kritisiert.

 

Online Petition gestartet

Als Protest wurden mehrer Online-Petitionen gegen das ugandische Gesetz gestartet. Mit 300.000 Unterstützern ist beispielsweise die Online-Petition der Plattform allout.org eine Möglichkeit zu protestieren.

 

Weltbank stoppt Kredit für Uganda

Die Weltbank hat gestern den Kredit von 66 Millionen Euro als Reaktion auf das Anti-Homosexuellen-Gesetz in Uganda gestoppt. Vor der Weltbank hatten auch Dänemark und Norwegen bereits ihr Hilfsprogramm eingefroren bzw. beendet. Menschenrechtler und auch westliche Regierungen kritisieren die ugandische Staatsführung.

 

Mehr zum Thema:

Verleihung des Menschenrechtspreises in Nürnberg

Internationaler Menschenrechtspreis in Nürnberg verliehen

 

Franken Franken Fernsehen Gefängnis Homosexuelle Kredit Menschenrechtspreisträgerin Nabagesera Nünberg Uganda Weltbank

Das könnte Dich auch interessieren

18.03.2026 Vollsperrung auf der A6: Lkw-Brand bei Lichtenau Update: Die Sperrung der A6 in Richtung Amberg dauere nach dpa Angaben noch einige Zeit an. Die genaue Dauer ist noch unklar. Der Verkehr wird demnach an der Anschlussstelle Lichtenau von der Autobahn abgeleitet. Laut ADAC-Verkehrsmeldungen staute es sich zeitweise auf etwa acht Kilometer. Autofahrerinnen und -fahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Der 13.03.2026 200 tote Fische in Wassertrüdingen: Polizei ermittelt Im mittelfränkischen Landkreis Ansbach sind rund 200 Fische in einem verunreinigten Weiher gestorben. Laut dpa war der Grund ein Leck in einer Biogasanlage. Polizeiangaben zufolge waren rund 200 Kubikmeter Gärsubstrat aus einer Anlage in Wassertrüdingen ausgetreten. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei war am Mittwochabend (11.03.2026) ein Absperrschieber an der Anlage nicht richtig geschlossen worden. Leck 12.03.2026 Nach Schuss auf Tatverdächtigen: 35-Jähriger muss wohl in Psychiatrie In der Nacht zum 10.03.2026 hat ein Polizist einen Schuss auf einen mutmaßlich verwirrten und aggressiven Mann im Waldkrankenhaus Erlangen abgegeben. Zuvor hatte der Mann eine Beamtin mit Pfefferspray und einem Messer angegriffen. Jetzt soll der 35-Jährige deutsche Tatverdächtige in einer Psychiatrie untergebracht werden. Laut dpa könnte eine eingeschränkte Schuldfähigkeit zum Tatzeitpunkt vorliegen. Das Amtsgericht hat daher einen 12.03.2026 Wegen Landfriedensbruchs: Durchsuchungen mit Schwerpunkt in Mittelfranken Am 26. April 2025 kam es bei einer Demonstration in der Nürnberger Innenstadt zu Gewalttätigkeiten aus einer Menschenmenge heraus. Es besteht laut Polizeipräsidium Mittelfranken der Verdacht des Landfriedensbruchs gemäß § 125 StGB. Nach Ermittlungen hat das Amtsgericht Nürnberg Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Bei einem Objekt ordnete die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth im Verlauf des Einsatzes eine Durchsuchung wegen Gefahr