Sa., 11.07.2026 , 10:13 Uhr

Meterhohe Flammen über Nürnberg: Polizei sucht Zeugen

Ein Großbrand hat am Freitagabend die seit Jahren leerstehende Westernstadt im Nürnberger Süden zerstört. Mehrere Hundert Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

Gegen 21:45 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken mehrere Notrufe ein. Zeugen meldeten ein Feuer in der verlassenen Westernstadt in einem Waldgebiet zwischen der Großen Straße und der Beuthener Straße.

Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, standen die ehemaligen Gebäude sowie umliegende Bäume bereits in Vollbrand. Nach Angaben der Polizei brannte eine Fläche von rund 3.000 Quadratmetern. Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot von mehreren Hundert Einsatzkräften an.

Aus Sicherheitsgründen wurde ein nahegelegener Campingplatz geräumt. Insgesamt mussten 25 Menschen ihre Stellplätze verlassen und wurden vom Bayerischen Roten Kreuz betreut. Außerdem sperrten die Einsatzkräfte die Beuthener Straße während der Löscharbeiten für den Verkehr.

Auch eine Open-Air-Veranstaltung in der Nähe des Stadions war von dem Brand betroffen: Wegen der starken Rauchentwicklung beendete der Veranstalter ein laufendes Konzert vorzeitig und ließ das Gelände räumen.

Erst in den frühen Morgenstunden am Samstag gelang es der Feuerwehr, den Brand vollständig zu löschen. Zwei Feuerwehrleute wurden dabei leicht verletzt. Weitere Verletzte gab es nach Angaben der Polizei nicht.

Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar. Der Kriminaldauerdienst sicherte in der Nacht erste Spuren. Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei übernommen.

Die Ermittler bitten nun um Zeugenhinweise. Wer zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr im Bereich der ehemaligen Westernstadt verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 bei der Polizei zu melden.

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