Das Wildschwein, welches am Nürnberger Südfriedhof mehrfach gesichtet wurde, ist heute (02.07.2026) erlegt worden. Bereits am 16. Juni 2026 wurde das Wildschwein zum ersten Mal gesehen. Mehr dazu hier. Daraufhin hatte die Friedhofsverwaltung vorläufig die Eingänge des Friedhofs gesperrt.
Jetzt wurde das Tier nach Angaben der Stadt bejagt. Es handelte sich um ein etwa zweijähriges Jungtier. Es wurde in den vergangenen zwei Wochen fast täglich in den verschiedenen Bereichen des Südfriedhofes gesichtet. Im gesamten Zeitraum kam es zu keinen Zwischenfällen, bei denen Friedhofsbesuchende gefährdet wurden.
Das Tier wurde erlegt, weil die Friedhofsverwaltung den Schutz der Menschen auf dem Friedhof gewährleisten möchte. Denn Wildschweine, die ihre Scheu vor Menschen verloren haben, können gefährlich sein. Zum Beispiel wenn sie bedrängt werden oder keinen Fluchtweg erkennen, können Wildschweine angreifen.
Außerdem können die Tiere verschiedene Krankheiten auf Menschen, Haustiere oder Nutztiere übertragen.
Die Verantwortlichen sollen nach Angaben der Stadt, eine sorgfältige Risikoabwägung durchgeführt haben. Das Ergebnis: das Wildschwein soll bejagt werden. Andere Maßnahmen wie eine Vertreibung, Vergrämung oder ein Lebendfang seien geprüft worden, aber als nicht erfolgversprechend oder nicht umsetzbar bewertet worden. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei die Tatsache gewesen, dass sich das Tier auch tagsüber auf dem Gelände aufgehalten habe und wenig Scheu vor Menschen gezeigt habe.