Heftige Gewitter haben am Sonntagabend (29.06.2026) weite Teile Mittelfrankens erfasst! Nach mehreren Tagen extremer Hitze und Temperaturen von über 40 Grad haben unter anderem im Stadtgebiet Nürnberg – besonders in der Nordstadt – die Hitzegewitter für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten gesorgt.
Neben vielen Blitzen kam es zu starken Windböen sowie teils heftigen Regenfällen. Die Folge: umgestürzte Bäume und lose Äste, ausgelöste Brandmeldeanlagen durch Blitzschlag oder eindringendes Wasser und eine überflutete Unterführung. An der Bahnunterführung Nordostbahnhof in Nürnberg blieb mindestens ein Auto im Wasser stecken und wurde bis zu den Türgriffen überflutet. Die Feuerwehr konnte gemeinsam mit Einsatzkräften der DLRG die beiden Insassen aus dem Fahrzeug befreien. Die Personen blieben unverletzt und erlitten wohl einen Schock. Trotz der offensichtlichen Gefahrenlage beobachteten die Einsatzkräfte immer wieder Fahrzeuge, die versuchten, die überflutete Unterführung zu durchfahren.
Während der laufenden Rettungsmaßnahmen kam es zudem zu einem gefährlichen Zwischenfall: Ein weiterer Autofahrer fuhr unmittelbar an den Einsatzkräften sowie dem verunglückten Fahrzeug vorbei und gefährdete dadurch sowohl die Rettungskräfte als auch die zu rettenden Personen. Die Einsatzkräfte waren bis in die Nacht hinein mit den Folgen des Unwetters beschäftigt.
Auch in Herzogenaurach im Landkreis Erlangen-Höchstadt schossen die Wassermassen in den Ort und Straßen standen zeitweise unter Wasser. Außerdem wurden große Äste von Bäumen abgerissen und stürzten auf die Straßen. Weiterhin wurde ein Unterstand für Einkaufswagen eines Supermarkts auf die Fahrbahn geweht.