Sa., 31.05.2014 , 15:59 Uhr

Nürnberger Tagesmutter findet neue Behausung

Die Nürnberger Tagesmutter Monique Hitziger hat für sich und ihre Tageskinder eine neue Wohnmöglichkeit gefunden. Ein langer Rechtsstreit geht damit zu Ende und die 30-Jährige kann endlich wieder unbeschwert mit ihren Tageskindern lachen.

 

Rückblick: Anfang des Jahres sorgte die Geschichte für Schlagzeilen. Die Nürnberger Tagesmutter Monique Hitziger sollte aus ihrer Wohnung geklagt werden. Grund dafür waren, die nach Hauseigentümerschaft, nicht zumutbaren Zustände, die durch die Kinderbetreuung im Haus verursacht wurden. Zwar gilt Kinderlärm mittlerweile nicht mehr als Kündigungsgrund, jedoch beriefen sich die Mietparteien auf die, durch das Bringen der Kinder, verursachten Störungen. Auch die Kinderwägen im Keller oder Schuhe vor der Tür konnten von den anderen Mietparteien nicht akzeptiert werden, obwohl sich Monique Hitzigers Vermieter hinter sie stellte, sogar Einspruch gegen das erste Urteil einlegte. Mittlerweile ist es rechtskräftig.

 

 

Ein kräftezehrender Weg liegt nunmehr hinter der Tagesmutter. Der Verlust der Wohnung hätte für sie gleichzeitig den Verlust der Existenz bedeutet. Darum entschloss sich Monique Hitziger bereits vor Inkrafttreten des Urteils eine neue Wohnung zu suchen. Einfach war das jedoch nicht, da es oft von Seite der Vermieter aus hieß „Tageskinder? Nein Danke“

 

 

Durch Zufall stieß die 30-Jährige dann im Internet auf das Angebot des Hauses, in dem sie mittlerweile lebt. Ihr neuer Vermieter ließ sich auch durch ihre Arbeit nicht abschrecken. Dem Umzug stand nichts mehr im Weg, allerdings mussten die Kinder vorbereitet werden, wie sich Monique erinnert: „Nach Vertragsabschluss des neuen Hauses haben die Kinder und ich fleißig Umzugskartons gepackt, sind gemeinsam zu dem Haus gefahren und haben täglich darüber geredet, damit es für die Kleinen auch leichter zu verarbeiten ist. Kurz bevor ich im Haus meinen ersten Arbeitstag hatte, hab ich all meine Tageskinder mit ihren Eltern zu mir eingeladen damit sie sich anschauen konnten wo sie ab sofort zum spielen hin gehen werden um eventueller Angst vorzubeugen.“

 

 

Die Angst war allerdings völlig unbegründet, da sich die Kinder in der neuen Unterkunft daheim fühlen. Auf 140 Quadratmetern und zwei Gärten haben die Kleinen genügend Platz zum Toben. Beschwerden wegen der Lautstärke? Fehlanzeige. “ Die Kinder und ich fühlen uns super pudelwohl in dem schönen großen Haus. Die Eltern der Kinder sind einfach spitze. Dass sie mich nicht im Stich gelassen haben, sondern mit mir gemeinsam durch „dick & dünn“ gegangen sind, auch wenn für manch einen jetzt der Anfahrtsweg weiter als vorher ist. Erleichternd ist ganz klar, wieder zu wissen, dass der Eigentümer absolut hinter mir steht und mit den Rücken stärkt, auch wenn es irgendwann mal Probleme geben sollte“.

 

Ein Wermutstropfen bleibt jedoch, wenn Monique an die Zeit der Ungewissheit zurück denkt, denn Unterstützung von politischer Seite, gab es kaum für die Tagesmutter: “ Um ehrlich zu sein, habe ich mir von der Politik viel mehr erhofft und erwartet! Sowohl währenddessen, als auch im Nachgang. Bei einigen Politikern ist es leider nur bei Lippenbekenntnissen im Zeitraum der Wahlen geblieben. Es wurde keine Gesetzesänderung angestoßen oder die Öffentlichkeit und die Gerichte aufgeklärt, dass der Beruf „Tagesmutter“ kein Gewerbe ist. Die zugesagte Unterstützung bei der Suche nach einem möglichen Objekt, wo die Kinderbetreuung stattfinden kann, ist leider ausgeblieben.“

 

 

Umso besser, dass die Suche auf eigene Faust am Ende zum erwünschten Erfolg geführt hat. Bis Ende Juni bleibt Monique Hitziger noch Zeit gemeinsam mit ihren vier Tageskindern das neue Haus zu genießen, dann heißt es Abschied nehmen, da die Kleinen ab Herbst in den Kindergarten kommen. “ Das heißt für mich, dass ich eine komplett neue Gruppe zusammenstellen muss. Ich habe somit aktuell noch vier freie Plätze ab Mitte Juni suche ich dringend neue Kinder.“ Und die werden sich sicher auch pudelwohl fühlen, auch wenn es mal ein bisschen lauter zugeht.

 

 

Interessierte können sich unter folgender E-Mail-Adress an Monique Hitziger wenden: mhitziger@gmx.de

 

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