Mo., 29.04.2013 , 17:54 Uhr

Platzverlosung im NSU-Prozess sorgt für Kritik

Glückliche Gewinner auf der einen Seite, empörte Verlierer auf der anderen: Bei der Verlosung der Presseplätze im NSU-Prozess sind jetzt die Karten neu gemischt worden. Die türkische Zeitung „Sabah“ kommt diesmal zum Zug, mehrere große deutsche Zeitungen wie die „FAZ“, die „Zeit“ und die „taz“ hatten hingegen kein Glück. Neuer Streit ist jetzt vorprogrammiert.

Gerichtspräsident Karl Huber übte scharfe Kritik an der Berichterstattung über das Verfahren. „Die Angriffe, denen sich das Gericht ausgesetzt sah, obwohl es sich absolut korrekt verhalten hatte, sind in der deutschen Geschichte ohne Beispiel“, sagte er. Das OLG war in die öffentliche Kritik geraten, weil bei der Vergabe der Presseplätze im ersten Anlauf keine türkischen Medien zum Zuge gekommen waren. Acht von zehn Opfern der dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) zugeschriebenen Morde stammten aus der Türkei.

 

Deutscher Journalistenverband kritisiert Verfahren

 

„Das Ergebnis des Akkreditierungsverfahrens ist zweifelhaft“, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass es für die überregional wichtigsten Medien kaum eine Möglichkeit geben soll, über das NSU-Verfahren zu berichten.“ Die Vergabe der Presseplätze stehe „in krassem Widerspruch zur immensen bundesweiten und internationalen Bedeutung des Prozesses“.

Akkreditierung Beate Zschäpe Deutscher Journalistenverband DJV FAZ Franken Fernsehen NSU NSU-Prozess OLG Platzvergabe Sabah taz türkische Medien Zeit Zeitung

Das könnte Dich auch interessieren

18.05.2026 Mehrere Verletzte bei Chemieunfall: Großeinsatz in Nürnberg +++ Update +++ Wie die Polizei mitteilte, wurde damit begonnen, vor Ort Spuren zu sichern und Proben zu nehmen. Ein Labor soll herausfinden, um welchen Stoff es sich bei der ausgetretenen Chemikalie handelt. Auch der Sachschaden müsse noch ermittelt werden. (Quelle: dpa) Nach dem Chemieunfall in einer Nürnberger Firma ist ein schwerverletzter Mitarbeiter im Krankenhaus 13.05.2026 Gasleitung bei Bauarbeiten beschädigt: 50 Menschen müssen Gebäude in Neunhof verlassen In der Oberen Dorfstraße im Nürnberger Stadtteil Neunhof beschädigte ein Bagger am Mittwoch (13.05.2026) bei Erdarbeiten eine Erdgasleitung. Wegen dieser Gefahrenlage mussten rund 50 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Gebäude vorsorglich verlassen. Das vermeldet die Feuerwehr Nürnberg. Vorzeichen: Markantes Zischen Gegen 10:20 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Neunhof, 13.05.2026 Wegen des schlechten Wetters: Nürnberger Freibäder öffnen später  Schlechte Nachrichten für alle, die bereits sehnsüchtig der Freibadsaison entgegenfiebern: Aufgrund der kühlen Witterung werden das Nürnberger Stadionbad sowie das Naturgartenbad erst später als geplant öffnen. Das teilt die Stadt Nürnberg heute mit. Ursprünglich hätten beide Freibäder am Donnerstag (14.05.2026) öffnen sollen. In den vergangenen Tagen lagen die Temperaturen allerdings noch deutlich unter 20 Grad 12.05.2026 Polizeieinsatz an Fürther Schule beendet: Keine verdächtige Person gefunden +++ Update +++ Die Polizei Mittelfranken vermeldet jetzt auf der Plattform X und auf Instagram: Die Absuche im Schulgebäude ist beendet. Sie konnten keine verdächtige Person feststellen. Die Absperrungen sind aufgehoben. Der Polizeieinsatz ist beendet. An einer Schule in Fürth kommt es zurzeit zu einem größeren Polizeieinsatz. Laut dpa-Informationen sei eine verdächtige Person gemeldet worden.