Do., 22.05.2014 , 17:39 Uhr

Polizist verantwortlich für Neonazi-Aufkleber

Neonazi-Aufkleber in einem Mannschaftswagen der Polizei sorgen für Aufregung. Bei der Befragung durch interne Ermittler offenbart sich der verantwortliche Beamte – und spricht von Gedankenlosigkeit.

 

Ein 25 Jahre alter Bereitschaftspolizist ist für die in einem Einsatzwagen entdeckten Neonazi-Aufkleber verantwortlich. Der Mann gehört zu einer Würzburger Unterstützungseinheit und habe sich bei internen Ermittlungen offenbart, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Er sagte demnach aus, gedankenlos gehandelt zu haben. Fußballfans hatten die Aufkleber aus der rechten Szene am Sonntag auf einer Holzkiste in dem Mannschaftswagen entdeckt. Die Polizei zeigte sich bestürzt, der Fall schlug auch politisch Wellen. Der Mann wurde von seiner Einheit abgezogen, bis die Vorfälle geklärt sind. Weitere Angaben – beispielsweise woher er die Aufkleber bekommen hatte – machte der Beamte laut Oberstaatsanwalt Frank Gosselke zunächst nicht. Die Behörde prüft, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat besteht, auch die interne Untersuchung dauert an.

 

Die Aufkleber waren am Sonntag am Rande des Bundesliga-Relegationsspiels der SpVgg Greuther Fürth gegen den Hamburger SV gesehen worden. Sie sind der rechtsextremen Szene zuzuordnen und trugen die Aufschriften «Good night left side», «Anti-Antifa organisieren. Den Feind erkennen. Den Feind benennen» und «Kein Sex mit Zecken». Die «Main-Post» berichtete unter Berufung auf Informationen «aus dem Umfeld der Ermittlungen», die Einheit habe die Aufkleber bei der Überwachung einer Neonazi-Veranstaltung formlos sichergestellt.

 

Ein Polizeisprecher hatte nach Bekanntwerden des Fundes gesagt, dass unabhängig von der strafrechtlichen Relevanz das Neutralitätsgebot verletzt worden sei. Deshalb sei mit disziplinar- oder dienstrechtlichen Folgen zu rechnen.

 

 

Bereitschaftspolizist Franken Fernsehen Geständnis Mittelfranken Neonazi-Aufkleber Polizei Rechts Relegation

Das könnte Dich auch interessieren

26.05.2026 Nach Brand in Nürnberger Grundschule: Polizei sucht Zeugen Am Freitagabend (22.05.2026) geriet das Dach der Turnhalle einer Grundschule in Nürnberg in Brand. Gegen 19:30 Uhr stellte ein Zeuge den Brand an der Schule in der Wiesenstraße fest und verständigte den Notruf. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehr sowie der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd stand der Dachbereich der Turnhalle bereits in Flammen. Wegen der Auswirkungen des Brandes 12.05.2026 Polizeieinsatz an Fürther Schule beendet: Keine verdächtige Person gefunden +++ Update +++ Die Polizei Mittelfranken vermeldet jetzt auf der Plattform X und auf Instagram: Die Absuche im Schulgebäude ist beendet. Sie konnten keine verdächtige Person feststellen. Die Absperrungen sind aufgehoben. Der Polizeieinsatz ist beendet. An einer Schule in Fürth kommt es zurzeit zu einem größeren Polizeieinsatz. Laut dpa-Informationen sei eine verdächtige Person gemeldet worden. 11.05.2026 Versuchter Raub in Weißenburg: Täter flüchtig – Polizei sucht Zeugen Versuchter Raub in der Weißenburger Innenstadt! Am frühen Sonntagmorgen (10.05.2026) wurde eine Frau mit einem Messer bedroht und dazu aufgefordert, Geld herzugeben. Gegen drei Uhr morgens wollte die 45-jährige Angestellte einer Bar in der Straße „Auf dem Schrecker“ ihre Arbeit verlassen, als sie der Unbekannte mit einem Messer in der Hand bedroht und dazu aufgefordert 08.05.2026 Tödlicher Verkehrsunfall in Erlangen Bruck: Polizei sucht Zeugen Am Donnerstag (07.05.2026) ereignete sich im Erlanger Stadtteil Bruck ein tödlicher Verkehrsunfall. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Polizei hatte ein Lkw-Fahrer kurz nach 14:00 Uhr an der roten Ampel in der Felix-Klein-Straße gehalten. Beim Abbiegen nach rechts in die Fürther Straße überrollte der Kipplaster eine Radfahrerin, die dabei tödlich verletzt wurde. Die Unfallursache ist noch nicht