Fr., 31.01.2014 , 14:15 Uhr

S-Bahn-Verschwenk im Knoblauchsland soll kommen

Fürth – Die S-Bahn zwischen Nürnberg und Erlangen soll mit einem Verschwenk durch das Knoblauchsland gebaut werden. Das hat das Eisenbahnbundesamt entschieden. Gegen das Vorhaben wird jetzt stark protestiert, die Stadt Fürth bereitet sogar eine Klage vor.

 

Die Entscheidung des Eisenbahnbundesamts hat in Fürth für Unverständnis und Kopfschütteln gesorgt. Bei der Deutschen Bahn hingegen ist man zufrieden damit. Das Ganze sei „außerordentlich erfreulich“, kommentiert ein Sprecher des Konzerns. Bereits in Kürze will die Bahn mit der Realisierung des Projekts beginnen. In Fürth arbeiten die Parteien geschlossen an einem juristischen Vorgehen gegen die Baupläne. Sie fordern, dass die Bahn bereits vorhandene Bahnstrecken nutzen solle und somit auf einen Neubau verzichten könnw. Laut Oberbürgermeister Thomas Jung würde der geplante Verschwenk „die Landschaft zerstören und Fahrzeiten verlängern“. Der Ausbau einer bestehenden Strecke würde hingegen günstiger und platzsparender sein. Auch Harald Riedel, Sprecher des Aktionsbündnisses „Pro S-Bahn ohne Verschwenk“, setzt seine Hoffnungen auf die Klage der Stadt Fürth.

 

Kritik am Vorgehen der Bahn

Bereits im Jahr 2011 hatte der Petitionsausschuss des Bundestages die Kosten-Nutzen-Analyse für die Variante durch das Knoblauchsland kritisiert.  Der Verschwenk habe außerdem eine hohe Zerschneidewirkung und einen immensen Flächenverbrauch, so der Ausschusses. In jedem Fall bedenklich sei, laut Thomas Jung der Vorgang auch für die Demokratie. Es könne nicht sein, dass Parlamentsbeschlüsse durch eine Bundesbehörde folgenlos ignoriert werden können. Der letzte Souverän müsse das Parlament bleiben, betonte OB Jung.

Franken Franken Fernsehen Fürth Knoblauchsland Nürnberg S-Bahn Verschwenk

Das könnte Dich auch interessieren

15.06.2026 11.500 Teilnehmende: Metropolmarathon bei bestem Wetter Am Wochenende fand der Metropolmarathon statt! Los ging’s am Julius-Hirsch-Sportzentrum in Fürth, das Ziel war der Nürnberger Hauptmarkt. Schon am Samstag (13.06.26) ging’s los – da hat der Kidsmarathon bei 4.000 Kindern für Begeisterung gesorgt. Der Lauf zählt mittlerweile zu den größten Kinderläufen in Deutschland. Am Sonntag (14.06.2026) waren dann Marathon, Halbmarathon, der 10-Kilometer-Lauf, Nordic 04.05.2026 Mittelfranken an der Spitzen: Diese Großstädte sind am sichersten Bei uns lebt es sich sicher – das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik. Im bundesweiten Städtevergleich 2025 können mehrere mittelfränkische Städte punkten. Fürth und Erlangen belegen erneut die Top-Plätze unter den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnenden. Auch in den letzten Jahren waren die zwei Städte immer weit oben vertreten. Bei den Städten mit über 200.000 04.05.2026 276. Frankenderby: Polizei zieht positive Gesamtbilanz Am Sonntagnachmittag (03.05.2026) fand in Fürth das 276. Frankenderby zwischen der Spielvereinigung Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg statt. Die Polizei zieht eine positive Bilanz. Fürther Ronhof, 13:30 Uhr – Das Stadion ist mit über 16.000 Personen ausverkauft gewesen. Wenig Störungen Die Gästefans aus Nürnberg (ungefähr 3.500 Personen) sind individuell mit Fahrzeugen oder den 24.02.2026 Zwei Tage Stillstand: Erneuter Streik im öffentlicher Nahverkehr Erneuter Streik im öffentlichen Nahverkehr! Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder zur Arbeitsniederlegung aufgefordert – diesmal für zwei Tage. Demnach wird Freitag und Samstag (27.02./28.02.) in 13 bayerischen Städten gestreikt. In Mittelfranken sind die Städte Nürnberg, Fürth und Schwabach betroffen. Auch in anderen Teilen Deutschlands wird gestreikt. Busse und Bahnen werden nicht fahren. Wie bei