Mo., 06.05.2013 , 14:25 Uhr

Spektakulärer Großeinsatz nach Verfolgungsfahrt

Nürnberg – Am frühen Samstagmorgen kam es in der Nürnberger Innenstadt zu einem Großeinsatz zahlreicher Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte. Zuvor wurde ein Pkw nach kurzer Verfolgungsfahrt angehalten. Zwei Insassen setzten ihre Flucht zu Fuß weiter.

 

Vor Verkehrskontrolle geflüchtet

Gegen drei Uhr wollten Polizeibeamte in der Theresienstraße einen Pkw zu einer Verkehrskontrolle anhalten. Das Fahrzeug war mit drei Personen besetzt. Nachdem die Beamten eindeutige Haltesignale gegeben hatten, beschleunigte der Fahrer sein Fahrzeug auf über 100 km/h. Auf der Flucht missachtete er mehrere rote Ampeln. Andere Verkehrsteilnehmer wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht gefährdet.

Am Nürnberger Rathaus musste der Pkw wegen eines Hindernisses anhalten. Der 44-jährige Fahrer, ein Osteuropäer ohne festen Wohnsitz in Deutschland, ließ sich widerstandslos festnehmen. Die beiden Beifahrer sprangen aus dem Fahrzeug heraus und flohen zu Fuß weiter.

 

Sprung in die Pegnitz

Die verfolgende Streife beobachtete die beiden Flüchtenden beim Sprung in die Pegnitz. Sofort wurden etliche Streifen der Nürnberger Polizei sowie die Berufsfeuerwehr Nürnberg für die weitere Suche angefordert. Vorsorglich wurde zudem der Rettungsdienst alarmiert.

 

Flucht endet mit Unterkühlung im Krankenhaus

Nach über einer Stunde Absuche auf und an den Ufern der Pegnitz entdeckte die Feuerwehr einen Geflüchteten im Bereich des Henkersteges und barg ihn aus dem Wasser. Der 32-jährige Osteuropäer musste versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden, nachdem ein Arzt eine starke Unterkühlung festgestellt hatte. Die Suche nach dem Komplizen des Festgenommenen dauerte noch mehrere Stunden, musste aber letztlich ergebnislos abgebrochen werden.

 

Kein Aufenthaltsrecht in Deutschland

Der Fahrer muss sich wegen mehrerer verkehrsrechtlicher Verstöße verantworten. Gegen den zweiten Festgenommenen besteht der Verdacht des illegalen Aufenthalts in Deutschland. Entsprechende Ermittlungen diesbezüglich wurden eingeleitet und dauern noch an.

 

Insgesamt waren für diesen Einsatz rund 30 Beamte der Nürnberger Polizei, circa 20 Beamte der Berufsfeuerwehr Nürnberg sowie ein gutes Dutzend Kräfte der Nürnberger Rettungsdienste beschäftigt. Nach mehr als vier Stunden war der Einsatz beendet.

 

Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken

 

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