Di., 11.03.2025 , 11:23 Uhr

Staatsanwaltschaften in Bayern: Zahl der unerledigten Verfahren wächst

Die Zahl der unerledigten Verfahren bei Staatsanwaltschaften in Bayern wächst, das hat die dpa heute vermeldet. 83.433 solcher Fälle gab es zum Jahresende 2024. Das geht aus einer Statistik des Deutschen Richterbundes hervor. Im Jahr 2023 waren es 78.950 und im Jahr davor 76.534. Dabei ging gleichzeitig die Zahl der neu eingegangenen Verfahren deutlich zurück. 663.922 waren es 2024, das sind rund 20.000 weniger als noch 2023.

30 Prozent mehr offene Verfahren

Bei den Staatsanwaltschaften in Deutschland gebe es insgesamt knapp 933.000 unerledigte Fälle. Damit habe es im Jahr 2024 fast 30 Prozent mehr offene Verfahren gegeben als im Jahr 2021. Die Folgen seien längere Strafverfahren und weniger Anklagen, so der Richterbund. Die meisten unerledigten Fälle gab es bundesweit mit 255.245 Verfahren im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen. Platz zwei belegt Hesse, dahinter Bayern auf Platz drei.

5,3 Millionen neue Fälle

Bundesweit sind bei den Staatsanwaltschaften laut Richterbund im vergangenen Jahr mehr als 5,3 Millionen neue Fälle eingegangen. Damit lag die Zahl wie schon in den beiden Vorjahren über 5 Millionen, im Jahr 2021 lag sie noch bei 4,7 Millionen.

Richterbund-Geschäftsführer Sven Rebehn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
„Die Alarmsignale für einen überlasteten Rechtsstaat häufen sich. Es ist offensichtlich, dass es jetzt ein Sofortprogramm braucht, damit die Strafjustiz nicht zum Flaschenhals bei der Kriminalitätsbekämpfung wird“.

Weil die Strafverfahren nicht schnell genug bearbeitet werden konnten, haben die Gerichte bundesweit mehr als 60 dringend Tatverdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen. Allein im Jahr 2024.

Die Zahlen gehen auf eine Umfrage bei den Justizverwaltungen der Länder zurück. Diese wurde von der „Deutschen Richterzeitung“ des Richterbundes herausgegeben. Berücksichtigt wurden dabei nur die Verfahren gegen namentlich bekannte Beschuldigte.

Bayern Deutscher Richterbund Deutschland Franken Fernsehen Mittelfranken Staatsanwaltschaften unerledigte Verfahren

Das könnte Dich auch interessieren

30.06.2026 WM-Aus für die deutsche Nationalmannschaft: Nagelsmanns Zukunft ungewiss? Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft erneut früh ausgeschieden. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann verlor im Sechzehtnelfianle in der K.O.-Runde gegen Paraguay und verpasst damit zum dritten Mal in Folge bei einer WM die Erwartungen deutlich. Nagelsmann kritisierte nach der Partie die fehlende Durchschlagskraft seiner Mannschaft und räumte ein, dass Deutschland derzeit nicht 26.06.2026 Studie der IHK belegt: Bayern ist Start-Up Land Nummer eins Bayern ist Start-Up Land Nummer eins – noch vor Berlin. Darüber freute sich Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister, heute in seiner Regierungserklärung. Rund 4.400 Start-ups gibt es aktuell im Freistaat, wie eine Studie der Bayerischen Industrie- und Handelskammer ergeben hat. Damit das so bleibt fordert Aiwanger weniger Bürokratie und schnellere Verfahren für Unternehmensgründungen. Ziel sei eine vollständige Digitalisierung des Gründungsprozesses. Aiwanger sieht 17.06.2026 Bayern zieht nach: Queerer Aktionsplan vorgestellt „Miteinander stärken. Diskriminierung überwinden.“ – das ist das Leitmotiv des queeren Aktionsplans. Passend zum Pride Month… …hat Bayern nun als letztes Bundesland einen solchen Plan vorgelegt. Er rückt vor allem Sicherheit und Teilhabe in den Fokus. Geplant sind Maßnahmen gegen Diskriminierung, mehr Schutz für LSBTIQ-Personen und die Förderung querer Jugendarbeit. Für die Umsetzung stellt Bayern 07.05.2026 Ab nächstem Schuljahr: Hymnenpflicht an Bayerns Schulen kommt Die Hymnenpflicht an bayerischen Schulen kommt! Das ist jetzt beschlossene Sache. Ab kommendem Schuljahr müssen bei Abschlussfeiern künftig mindestens zwei Hymnen gespielt werden, darunter auf jeden Fall die Bayernhymne. Die zweite kann entweder die deutsche Nationalhymne und/oder die Europahymne sein. Das hat das Kultusministerium in einem Schreiben an alle weiterführenden Schulen in Bayern verdeutlicht. Die