Di., 02.07.2013 , 12:39 Uhr

Statt zu feiern: Streit um "Tag der Franken" entbrannt

Franken feiert sich selbst: Dieses Jahr wird er vom Bezirk Oberfranken unter dem Motto „Franken im Ohr“ zu Ehren Richard Wagners und Jean Pauls ausgerichtet. Anders als in den vergangenen Jahren wird der „Tag der Franken“ in diesem Jahr erstmals bis zum 7. Juli verlängert. In dieser Zeit finden in allen Bezirken Veranstaltungen statt. Doch diese Neuerung wird wohl einmalig bleiben.

 

„Tag der Franken“ 2013 im Zeichen von Tönen und Klängen

Zwei berühmte oberfränkische Künstler feiern dieses Jahr ihre Jubiläen: Der Dichter Jean Paul wäre dieses Jahr 250 geworden, der Geburtstag des Komponisten Richard Wagner jährt sich zum 200. Mal. Beide lebten und wirkten im oberfränkischen Bayreuth. Das Motto „Franken im Ohr“ ist also nicht zufällig Programm. Zahlreiche Veranstaltungen werden in den nächsten Tagen unter diesem Motto stattfinden. Die Veranstaltungen können auf der Webseite des Tags der Franken 2013 eingesehen werden.

 

„Tag der Franken“ 2013 mit zahlreichen Neuerungen

In den vergangenen Jahren wurde der „Tag der Franken“ und die Veranstaltung an einem Wochenende und an einem Ort abgehalten. Das ändert sich 2013: der Bezirk Oberfranken, der in diesem Jahr den „Tag der Franken“ ausrichtet, möchte möglichst viele fränkische Städte und Gemeinden an den Feierlichkeiten beteiligen, und das auch länger als bisher: der „Tag der Franken“ findet dieses Jahr nicht nur an einem Wochenende statt, sondern vom 2. bis 7. Juli. Grund für die Neuerungen: die bisher zentral organisierten Tage der Franken hätten nur einen sehr begrenzten Einzugsbereich gehabt, so der Bezirk Oberfranken.

 

Fränkische Arbeitsgemeinschaft kritisiert Oberfrankens Vorgehen

Die Neuerungen kommen aber nicht bei allen gut an: Die Art und Weise, wie der in diesem Jahr zuständige Bezirk Oberfranken mit der seit 2006 bestehenden Tradition umgegangen ist, ruft heftige Kritik bei der Fränkischen Arbeitsgemeinschaft (FAG) hervor. Diese befürchtet, dass der Tag der Beliebigkeit anheimfallen und zu einer Art „Denkmalstag“ verkommen könnte. Kritisiert wird außerdem das Veranstaltungs-Programm: Viele Veranstaltungen würden präsentiert werden, die auch ohne den „Tag der Franken“ stattgefunden hätten. Vor allem wird der Alleingang Oberfrankens mit Kopfschütteln kommentiert, denn die Neuerungen sollen nicht mit den übrigen Bezirken abgestimmt worden sein, so die FAG.

 

Mittelfranken will es anders machen

Ab dem Jahr 2015 wird Mittelfranken wieder den „Tag der Franken“ ausrichten. Daniel Goltz vom Bezirk Mittelfranken kündigte bereits gestern an, dass der Fränkische Feiertag wie bisher nur an einem Ort ausgerichtet werde.

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