IKEA Deutschland führt ab Juni in allen Möbelhäusern, also auch in der Filiale in Fürth, die sogenannte „Stille Stunde“ ein. Das heißt: Immer mittwochs zwischen 17:00 und 19:00 Uhr wird die Einkaufsumgebung angepasst.
Während der „Stillen Stunde“ soll in den Möbelhäusern auf Hintergrundmusik und nicht sicherheitsrelevante Durchsagen verzichtet werden. Außerdem wird die Lichtintensität reduziert und lärmintensive Tätigkeiten werden ausgesetzt. Auch visuelle Reize sollen möglichst gedämpft werden.
Dadurch soll auf Menschen mit Neurodivergenz, wie z.B. Autismus oder ADHS, oder mit sensorischen Empfindlichkeiten Rücksicht genommen werden. Schätzungen zufolge zählen in Deutschland etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung zu neurodivergenten Gruppen.
Ziel der „Stillen Stunde“ ist es, Barrieren im Einkaufsalltag zu reduzieren und den Zugang für unterschiedliche Kundengruppen zu erleichtern.
Getestet wurde das Projekt in Filialen in Berlin, Bremerhaven, Mannheim und Magdeburg.