Die mittelfränkische Polizei bewältigte über 600 Einsätze in der Silvesternacht. Das verzeichnete die Einsatzzentrale laut eigenen Angaben zwischen dem 31.12.2025 (18:00 Uhr) und dem 01.01.2026 (07:00 Uhr). Schwerpunkt waren dabei Ruhestörungen, Brandmitteilungen, Körperverletzungsdelikte, Verkehrsunfälle und Sachbeschädigungen.
Nürnberg
Während der Besucheransturm im Bereich der Nürnberger Burgfreiung nur kurz besucht wurde, verzeichnete die Innenstadt ein hohes Besucheraufkommen. Trotzdem blieb die Lage weitgehend ohne besondere Vorkommnisse.
Petersaurach
Anwohner meldeten einen Brand in der Hauptstraße in Petersaurach im Landkreis Ansbach. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand eine Scheune bereits vollständig in Flammen. Ein vollständiges Ausbrennen der Scheune war nicht zu verhindern. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnten die insgesamt 140 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren verhindern.
Drei Personen wurden leicht verletzt. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Hauptstraße mehrere Stunden lang gesperrt. Der entstandene Gesamtschaden wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt. Die Ansbacher Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen zur Brandursache.
Weiterhin ereignete sich ein Brand eines Mehrfamilienhauses in Ansbach in der Herbartstraße. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Anwesen bereits in Vollbrand. Fast alle Bewohner verließen selbstständig das Haus und wurden in der gegenüberliegenden Weinberghalle betreut. Vier Personen wurden ambulant behandelt, bei zwei von ihnen lag der Verdacht einer Rauchgasintoxikation vor.
Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Die Stadt Ansbach kümmerte sich um die weitere Versorgung der Anwohner. Die Brandursache ist noch unklar und wird vom Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei übernommen.
Über 200 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Polizei waren vor Ort.
In Lauf an der Pegnitz und Altdorf ereigneten sich Mülltonnenbrände. Diese griffen auf daneben befindliche Gebäude zum Teil über. Ob Feuerwerkskörper verantwortlich sind, dazu ermittelt die Schwabacher Kriminalpolizei.
Am Erlanger Schlossplatz mussten Beamte der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt einen Mann in Gewahrsam nehmen. Eine Personengruppe schoss Feuerwerksraketen in Richtung einer Menschenansammlung ab. Nachdem die Polizei sie anwies aufzuhören schubste ein 27-jähriger Iraker einen Polizeibeamten. Er leistete erheblichen Widerstand bei den weiteren polizeilichen Maßnahmen. Da sich ein Pulk um die eingesetzten Beamten bildete, musste der Einsatz von Pfefferspray angedroht werden. Gegen den 27-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die Beamten wurden nicht verletzt.
Ansonsten verlief die Silvesternacht laut Angaben des Polizeipräsidiums in ganz Mittelfranken ruhig.