Di., 18.11.2025 , 11:05 Uhr

Versuchter Mord an Halloween: Kinder warfen Steine auf den Frankenschnellweg

Am 31. Oktober wurden zahlreiche große Steine beziehungsweise Platten von einer Brücke auf den Frankenschnellweg geworfen – dabei wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt. Jetzt ist es der Polizei gelungen, vier Tatverdächtige zu ermitteln. Bei den Verdächtigen handelt es sich um vier Kinder im Alter von 10 und 11 Jahren.

Was ist passiert?

Am Halloween-Tag gegen 12:35 Uhr warfen die Täter Steine, teils faustgroß, und Platte von einer Eisenbahnbrücke auf die Fahrbahn des Frankenschnellwegs (zwischen der Anschlussstelle Südring und dem Kreuz Hafen in Fahrtrichtung Hafen). Dabei trafen sie unter anderem einen Mercedes mittig in der Frontscheibe, woraufhin der Fahrer seinen Wagen auf dem Standstreifen zum Stehen brachte.

Die Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen daraufhin aufgenommen, von der Staatsanwaltschaft wurde die Tat als versuchter Mord eingestuft. Die Ermittlungen ergaben auch, dass es bereits am 24. Oktober zu einer ähnlichen Tat am gleichen Ort kam. Dabei wurden fünf Autos beschädigt. Hier stufte die Staatsanwaltschaft die Tat als versuchte gefährliche Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr ein.

Beide Vorfälle wurden zusammengeführt, Plakate mit Zeugenaufrufen wurden gefertigt und in der Gegend verteilt.

Identifizierung der Tatverdächtigen

Bei einem Besuch einer Schule im Nürnberger Süden erzählten Ermittler der Schulleitung von den Fällen – auch an die Klassen wurden die Informationen weitergegeben.

Noch am gleichen Tag meldeten sich drei Schüler einer fünften Klasse und gaben zu, die Steine von der Brücke geworfen zu haben. Ein Schüler einer anderen Schule soll ebenfalls dabei gewesen sein.

Die Polizei führte daraufhin Gespräche mit den Schülern und deren Eltern. Dabei stellte sich heraus, dass am 24. Oktober drei Kinder und am 31. Oktober zwei Kinder die Steine von der Brücke warfen. Die Kinder sind zwischen 10 und 11 Jahren alt.

Die Tatverdächtigen sind noch strafunmündig, Schadensersatzansprüche können jedoch noch auf die Eltern zukommen.

Ermittlungen Franken Fernsehen Frankenschnellweg Kinder Kriminalpolizei Mittelfranken Nürnberg PKW Steinwurf

Das könnte Dich auch interessieren

07.01.2026 Tötungsdelikt in Höchstadt an der Aisch: Sohn des Opfers festgenommen Update vom 07.01.2026 – 14 Uhr  Zum jetzigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei von einer Beziehungstat aus. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen den Tatverdächtigen. Er wurde am 06.01.2026 dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den 44-Jährigen. Laut Angaben der dpa ist der Mann nun in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Ein 13.10.2025 Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes: Fahrrad von einer Brücke geworfen Ein Unbekannter hat in der Nacht auf Montag (13.10.2025) ein Fahrrad von einer Brücke auf den Frankenschnellweg geworfen – dabei hat er ein fahrendes Wohnmobil getroffen. Das Rad schlug rechts in der Frontscheibe des  Fahrzeugs ein. Der 40-jährige Fahrer war alleine unterwegs und konnte sein stark beschädigtes Auto bremsen. Er wurde nicht verletzt. Laut Angaben 09.04.2025 Auf frischer Tat ertappt: Einbruch in Nürnberger Gaststätte Am frühen Mittwochmorgen (09.04.2025) ist ein Mann in eine Gaststätte im Nürnberger Stadtteil Tullnau eingebrochen. Dabei wurde ein Alarm ausgelöst. Mehrere Streifen der Polizei Nürnberg-Ost fanden am Einsatzort eine aufgebrochene Tür vor. Im Gebäude entdeckten sie einen 36-jährigen Mann. Die Beamten nahmen ihn noch am Tatort fest. Auf der Wache musste er eine Blutprobe abgeben. 23.01.2026 Mann schwer verletzt aufgefunden: Polizei bittet um Zeugenhinweise Am Donnerstagabend (22.01.2026) wurden Polizeibeamte im Nürnberger Westen während einer Streife auf einen am Boden liegenden Mann aufmerksam. Jetzt wird um Zeugenhinweise gebeten. Die Beamten waren gegen 23:25 Uhr auf Streifenfahrt unterwegs, als sie in der Höfener Straße, auf Höhe der Hausnummer 87, einen Mann am Boden liegen sahen. Er schien schwer verletzt – durch