Der Warnstreik der Postbank-Mitarbeiter geht auch nach der zweiten Verhandlungsrunde weiter.
Bereits am Mittwoch rief die Gewerkschaft ver.di zu Streiks in der Verwaltung auf. Von Donnerstag, 28. Mai, bis Samstag, 30. Mai, wird die Arbeitsniederlegung ausgeweitet. Bundesweit streiken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Postbank-Filialen und Callcentern. Betroffen sind unter anderem auch 60 Filialen in Bayern. Allerdings sind rund 30 Prozent der Postbank-Beschäftigten verbeamtet und dürfen somit nicht streiken.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet der Streik: teilweise geschlossene Fililalen, längere Warteschlangen und Verzögerungen bei Geldgeschäften. Auch die Post ist vom Streik betroffen. Nur noch in einem Drittel der Filialen können Kundinnen und Kunden ihre Briefe und Pakete abholen. Geldabheben am Automaten bleibt weiterhin möglich.
Die Gewerkschaft ver.di fordert acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich und 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Außerdem soll es verbindliche Zusagen zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten geben sowie verbindliche Qualifizierungsmaßnahmen im Zuge der fortschreitenden Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Deutsche-Bank-Konzern geben.
Der Deutsche-Bank-Konzern, zu dem die Postbank gehört, bietet bislang 2,4 Prozent mehr Gehalt ab dem 1. Juli 2026 sowie weitere 2,3 Prozent ein Jahr später.
Der Unmut der Postbank-Beschäftigten sei groß, betont ver.di. Die Arbeitsbelastung im Alltag sei über Jahre sehr hoch. „Das bisherige Angebot ist ein Schlag ins Gesicht der Kolleginnen und Kollegen“, sagt Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Juni geplant.