Erstmeldung (Stand 05.06.2026 um 15:30 Uhr)
Bei Sondierungsarbeiten auf einem Feld an der Gruberstraße in Fürth wurden heute zwei je 50 Kilogramm schwere Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Das teilt die Stadt Fürth am Nachmittag mit.
In einem Radius von 300 Metern rund um den Fundort muss geräumt werden, betroffen sind rund 300 Menschen. Ab 16 Uhr beginnt die Evakuierung. Einsatzkräfte informieren die Bevölkerung im betroffenen Gebiet. Das BRK richtet ab etwa 15.30 Uhr die Turnhalle der Soldnerschule in der Soldnerstraße 60 als Anlaufstelle ein.
Ein Sprengmeister-Team sowie Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Voraussichtlich müssen während der Entschärfung auch die Südwesttangente, die Bahnstrecke (Nürnberg–Würzburg) und der Luftraum im betroffenen Abschnitt gesperrt werden.
Wann genau die Entschärfung der Bomben stattfinden soll ist bisher noch nicht bekannt.
Die Evakuierung im Bereich rund um die Gruberstraße läuft weiterhin. Die Räumung der betroffenen Häuser und Wohnungen soll voraussichtlich bis 18 Uhr abgeschlossen sein.
Im Anschluss beginnt die Entschärfung der beiden 50-Kilogramm-Fliegerbomben. Dafür werden ab 18 Uhr weitere Sperrungen eingerichtet: Die Südwest-Tangente ist zwischen den Anschlussstellen Fürth-Fürberg und Fürth West/Burgfarrnbach gesperrt, ebenso die Hafenstraße ab Ecke Manfred-Roth-Straße. Auch der Main-Donau-Kanal sowie der Luftraum im betroffenen Bereich sind gesperrt.
Für den Bahnverkehr kommt es ebenfalls zu Einschränkungen: Zwischen Siegelsdorf und Fürth Hbf sowie zwischen Neustadt an der Aisch und Fürth wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, zusätzlich sind Fern- und Regionalverkehr auf der Strecke Würzburg–Nürnberg betroffen. Züge werden umgeleitet, es kommt zu Verspätungen.
Ortskundige werden weiterhin gebeten, das Gebiet großräumig zu umfahren. Die Entschärfung der Bomben hat inzwischen begonnen.
Beide Bomben wurden erfolgreich entschärft.